Da schaue ich doch mal zur EZB. Kennen Sie den . . . ? Die EZB hat neulich Banken rund 500 Milliarden Euro für drei Jahre und ein Prozent Zins verliehen. „Kauft Euch was Schönes!“, stand auf der Grußkarte. Jetzt fielen sie über spanische und italienische Anleihen her. Sie waren so gierig, dass ihre Nachfrage die Zinsen sinken ließ. Vertrauen ist zurück! Ende der Eurokrise! Basta!
Bundesanleihen sind unterdessen so ausgelutscht wie Omas Zähne. Sie werfen weniger ab als die offizielle Inflationsrate aus der Statistikabteilung für Gutbeterei. Eine Börsenweisheit sagt, wenn es mehr Idioten als Anleihen gibt, ist Vorsicht geboten. Jetzt stiegen beide Kennzahlen auf Rekordwerte. Investoren leihen Deutschland Geld ohne Rendite und zahlen eine Gebühr, um das tun zu dürfen.
Kreditgeschenke der EZB zu einem Prozent werden Spaniern und Italienern zu vier Prozent verliehen. Sollte etwas schiefgehen, rufen sie in Frankfurt an. Die Banken haben jetzt Planungssicherheit, ein Begriff aus dem Geldsozialismus. Immer bereit!
Über die EZB darf man noch Witze machen, löst sie doch selbst mit Geldwitz Heiterkeit aus. Ihr Chef Mario Draghi kennt sich aus, ist er doch Italiener und arbeitete bei Goldman Sachs. Werde ich dafür bestraft? Ich neige zu Selbstjustiz und verurteile mich deshalb selbst zur Flucht aus diesem Kettenbrief der Schulden. Wahrscheinlich bin ich nicht allein, denn die Zahl der Aktionäre steigt wieder. Und Gold steigt auch. Kein Witz!
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