Der Schläfer aus dem hohen Norden
Eine Bronzeskulptur des schwedischen Königs Gustav I. Wasa wird demnächst im Behnhaus ausgestellt – dort, wo er als Rebellenführer 1519 Unterschlupf im Haushalt des Bürgermeisters Nikolaus Brömse fand. Was trug sich damals zu? Zwei Zeitgenossen berichten. Ein Nachbar: „Brömses Gast trägt einen Vollbart und isst verfaulten, stinkenden Fisch. Man sagt, in Dänemark suchten sie ihn. Er empfängt andere Männer mit blonden Vollbärten und schließt sich mit ihnen ein. Manchmal hört man dann den Ruf ,Skol!‘. Ich glaube, das bedeutet ,Totenschädel‘.“
Ein Agent des dänischen Geheimdienstes: „Brömse sagt, er schaffe ein Forum für interkulturellen Dialog. In Wahrheit scheint es sich um eine antidänische Ketzerzelle mit Verbindung zum Netzwerk des charismatischen Predigers Luther zu handeln, der im sächsisch-brandenburgischen Grenzgebiet vermutet wird. Wir empfehlen schnellen Zugriff.“
Zu spät, wie wir heute wissen. Dank der Unterstützung aus Lübeck wurden die Schweden Protestanten, gehören nicht mehr zu Dänemark und essen immer noch verfaulten Fisch.
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