Ärzteprozess endet ohne Urteilsspruch
Ahrensburg - Das Verfahren gegen einen Arzt und eine Ärztin der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe wegen fahrlässiger Tötung ist ohne Urteilsspruch eingestellt worden. Darauf einigten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger am Donnerstag vor dem Ahrensburger Amtsgericht: Auflage ist, dass der angeklagte Oberarzt 20 000 Euro zahlt, die angeklagte Ärztin, die nicht mehr in Bad Oldesloe arbeitet, 10 000 Euro.
Die Anwälte der Nebenkläger - Eltern und Sohn der jungen Frau, die 2008 nach einem Kaiserschnitt in der Klinik verblutet ist - stimmten einer Einstellung nicht zu, haben aber keine entscheidende Stimme.
Der vorsitzende Richter Ulf Thiele machte deutlich, dass auch im Management der Oldesloer Klinik ein Grund für den Tod der jungen Mutter zu sehen sei.
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