Auf der Autobahn 21 zwischen Tremsbüttel und Bargteheide wurde gegen 13.30 Uhr eine Autofahrerin von einem Sattelzug in die Mittelleitplanke geschoben. Die Frau in ihrem Auto hatte beim Verlassen des Parkplatzes Rehbrook den nahenden Lastwagen übersehen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen liegt bei 10 000 Euro. Es gab einen Rückstau, weil die beiden Fahrzeuge die eine Fahrspur blockierten.
Wenig Segen liegt auf dem Autobahnkilometer bei Barsbüttel, wo erst vor zwei Wochen brennende Plastikrollen eines Lastwagens die Straßendecke zerstört hatten. Am frühen Nachmittag raste gestern ein Auto in die Reparatur-Baustelle. Verletzt wurde niemand.
Eine Doppelschicht haben die Männer vom Reinfelder Bauhof hinter sich. Ab 4.30 Uhr saß Klaus Haska, Teamleiter Hoch- und Tiefbau, hinter dem Lenkrad des riesigen Fahrzeuges, an dessen Heck das Streugerät befestigt war. Eine Strecke von rund 20 Kilometern, vor allem im Zentrum der Karpfenstadt, musste abgestreut werden. Bis zum Mittag war der Job erledigt. Größere Probleme habe es nicht gegeben. In Reinfeld, so Haska weiter, lag die gestern registrierte Schneehöhe zwischen zwei und drei Zentimetern. Die Mitarbeiter waren vor dem jüngsten Einsatz ein weiteres Mal schon in der vergangenen Woche unterwegs gewesen. „Wir haben jetzt fünf Tonnen Streusalzgemisch verbraucht. Die Vorräte sind immer noch gewaltig“, sagte der Teamleiter.
Auch im öffentlichen Personennahverkehr gab es keine Schwierigkeiten. „Bei uns läuft alles normal. Das gilt auch für die Busse, die Schulkinder befördern“, sagte eine Mitarbeiterin der Firma Autokraft in Bad Oldesloe.
Doch der Winter macht nicht nur Mühe. Er kann wunderschön sein. Die Kälte befördert skurrile Eismuster zutage. Auf den überfrorenen Wiesen bei Reinfeld wachsen Eisblumen aus der Glitzerfläche. Und das Mühlenrad im Oldesloer Trave-Stadtarm hat der Frost derart hart angepackt, dass es stockt und das sonst so quirlige Wasser zum Eiszapfen-Gebirge geworden ist.
Als gestern Morgen Schnee fiel, wurde mancher Schlitten vor die Haustür gestellt. Das war noch ein wenig verfrüht. Aber für ein paar Schneekugeln hat es allemal gereicht. Vanessa, Maurice, Christian und Steffen im Hort der Zarpener Dörfergemeinschaftsschule jedenfalls haben Riesenspaß gehabt, als sie nach Wochen ungeduldigen Wartens endlich mal genug Material für ein paar Schneebälle hatten. „Endlich Winter“, freute sich der siebenjährige Steffen. Und wenn die Sonne scheint und sogar ein wenig wärmt, finden auch viele Erwachsene den Winter gut. Und sie entwickeln ganz eigene, zum Teil sehr individuelle Strategien, dem Frost zu trotzen.
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