Die erste Sause der Elmenhorster Karnevals-Nacht (Elkana) ist vorbei – und sie hat riesigen Spaß gemacht. Etwa 900 Besucher waren in die Sporthalle gekommen, um eine fröhliche und friedliche Fete zu feiern.
Es begann nach guter Narrentradition: Kaum hatte der Kartenvorverkauf zu einer der größten Faschingsfeiern im Norden begonnen, war er auch schon wieder vorbei. Nach nur 20 Minuten waren die höchst begehrten Tickets verkauft. Und auch für die nächste Veranstaltung am kommenden Wochenende – dem Karneval für Junggebliebene – sind bereits alle 700 Karten vergeben.
Der Elmenhorster Karnevalverein hatte wieder alles aufgeboten, was eine lange Elkana ausmacht. Prinzengarde, Showdancer, Funkenmariechen und das Männerballett begeisterten das Publikum. Leider konnte nur ein Teil der Jecken das Programm genießen, denn zu der frühen Stunde war die große Halle noch nicht komplett gefüllt. Die Jüngeren kamen später, die Älteren gingen etwas früher. Auch wenn sich nicht alle Karnevalisten bei der Wahl ihrer Kostüme an das vorgegebene Motto „Südsee-Zauber“ gehalten hatten – in der Halle waren Verkleidungen zu sehen, die von großer Phantasie zeugten.
Mit von der Partie waren unter anderem Schlümpfe, von denen gleich 21 ganz in Blau und mit weißen Mützchen und Höschen im Pulk durch den Saal zogen. Kraftstrotzende Arbeiter waren mit orangefarbener Weste und Zimmermannshosen gekommen, und selbst der berühmte Westernheld John Wayne schickte einen Gruß in das Südsee-Paradies nach Elmenhorst. Eine besondere Augenweide waren die schnuckeligen Matrosinnen, die mit ihren kurzen blauen Kleidchen einen maritimen Bezug herstellten.
Bis in die frühen Morgenstunden tanzten und feierten die Elkana- Gäste. „Man muss das einfach mitgemacht haben“, sagte Torsten Kropf. Er ist schon seit Jahren dabei, gilt als ein „regelrechter Karnevalsfanatiker“ – auch als Nordlicht. Bei der Party am kommenden Wochenende will Torsten Kropf wieder kräftig mitfeiern, und wenn dann noch eine Woche später in Trittau die längste Nacht eingeläutet wird, mischt er sich wieder unters Narrenvolk. Im kommenden Jahr will der Jecke den ganz großen Karneval besuchen: in Köln am Rhein. Doch die Narren aus Stormarn können selbst in der fünften Jahreszeit mit den Jecken aus den rheinischen Hochburgen mithalten, wenn es um Stimmung und Spaß geht.
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