Der letzte verkaufsoffene Sonntag des Jahres gilt in der Bad Oldesloer Geschäftswelt als stets gut besucht. Und an diesem 6. November erwartet Ilona Rehme von der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute besonders viele Gäste in der Stadt.
Denn neben den 90 geöffneten Läden tragen Küchenmeister Rainer Hinz vom Hotel-Restaurant Hinz Café Vaterland und seine Freunde mit der inzwischen wohl größten Grünkohlveranstaltung des Landes zur Belebung bei.
Erstmals in der zehnjährigen Geschichte dieser Veranstaltung spielt der Kohl bereits am Sonnabend ab 17 Uhr auf dem Marktplatz eine gewichtige Rolle. Küchenmeister Hinz wird dann eine Grünkohlsuppe servieren, wie es sie in Bad Oldesloe zuvor selten gegeben hat. Als Alternative für Leute, die eine solche Suppe nicht mögen, will der Koch eine Gulaschsuppe anbieten. Und Beilage soll auf jeden Fall viel Musik sein, organisiert von der Musikgemeinschaft Klangstadt.
Rockröhre Gaby Liedtke tritt auf, die Kleinstadtpioniere kommen, Patrick Niemeier singt und spielt mit Alarm Silence, Audiomanie aus Kiel kommt. „Es wird aber kein Heavy Metal zu hören sein“, verspricht Organisator Niemeier. Dieser erste Grünkohl-Sonnabend soll eben ein „Generationen übergreifendes Fest werden“.
Gefeiert wird im beheizten Zelt. Eintritt wird nicht verlangt. Und während in der Anfangszeit des Grünkohlsonntags die Speisen noch auf Papptellern serviert worden, werden nun Teller aus Porzellan benutzt. Küchenmeister Hinz ist an diesem Wochenende allerdings erheblich gefordert. Er muss allein für den Grünkohl-Sonntag 1200 Portionen vorbereiten. 300 Kilogramm frischen Kohl hat er dafür bestellt. Die wollen erstmal gekocht sein. Röstkartoffeln ergänzen die Traditionsmahlzeit. Je nach Geschmack gibt es dazu Kassler, Wurst, Schweinebacke. Und Zucker, was Bürgermeister Tassilo von Bary besonders erfreut. Die große Herausforderung aber wird einmal mehr die Bewältigung der langen Schlange von Hungrigen sein.
Die Grünkohltage 2011 werden alle anderen zuvor in den Schatten stellen. Und Bürgermeister von Bary hat einen Vorschlag zu machen, der das Ereignis noch mehr profilieren könnte: Die Musiker könnten doch einen „Grünkohlsong komponieren“, wie es etwa die Seefelder zum Abfischen ihrer Karpfen getan haben. Auf jeden Fall vereinfache das Fest ihr die Arbeit am verkaufsoffenen Sonntag, räumt Ilona Rehme ein. Die Kaufleute selber leisten freilich ebenso einen Beitrag zum guten Gelingen. Unter anderem auf der Hude sorgen sie für Country-Musik, Karussells und Naschbuden.
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