Nach zwei eindrucksvollen nahezu ausverkauften Aufführungen kürzlich in Bad Segeberg kommen der Gospelchor, das Sinfonieorchester und die Segeberger Band aus Bad Segeberg zusammen mit Solisten unter dem Dirigat von Kreiskantor Andreas Maurer-Büntjen nun nach Bad Oldesloe. Eintrittskarten sind ausschließlich an der Abendkasse zu haben. Sie kosten acht Euro, ermäßigt fünf Euro.
Das von Jan Simowitsch komponierte und von Tscho Hoffmann getextete Stück stellt die menschliche, irdische Maria und ihren Blick auf ihren Sohn Jesus in den Mittelpunkt. Lieder und Improvisationen gehen den Weg dieser Frau nach und erzählen, wie sie sich mutig auf das Geschehen einlässt, das ihr ein Engel prophezeit hat.
Johannes (Tscho) Hoffmann fand dafür die richtigen Worte. Kirchenmusiker, Komponist und Organist Jan Simowitsch traf in seinen Kompositionen den passenden Stil, sie ist schlicht und groove-orientiert. Dabei geht es ihm auch musikalisch um eine Ästhetik des Verzichtens. Trotz des großen Orchestereinsatzes soll der Klang nicht im Vordergrund stehen, sondern dem Text und dem Inhalt des Werkes Raum geben. Die Musik nimmt sich Freiräume für Improvisationen und lässt damit dem Publikum Zeit, den handelnden Personen und deren Gefühlen nachzuspüren. Jan Simowitsch hat die Musik nach der Uraufführung noch einmal bearbeitet und „spürbar deutlich angejazzt“. So trifft dieses Oratorium besonders bei jüngeren Konzertbesuchern auf offene Ohren. Musik und Texte vereinen Elemente aus Rock und Soul mit viel Jazz und Klassik. Die Chorsänger und Solisten unterstreichen ihren Gesang durch Gestik, Mimik und Schauspielerei.
In der Oldesloer Kirche erzeugen etwa 70 Scheinwerfer und ein Nebelwerfer eine besondere, szenisch wechselnde Stimmung.
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