Die drei Schülerinnen vom Musischen Forum haben sich gegen hunderte anderer Bewerber durchgesetzt und auf Regionalebene den ersten (Friederike mit Pauline) und zweiten (Charlotte mit Pauline) Platz gemacht.
Gefunden haben die drei Musikerinnen einander über ihre Musiklehrer: „Wir haben lange jemanden gesucht und hatten die Hoffnung schon aufgegeben“, sagt Friederike. Dass sie weitergesucht haben, hat sich ausgezahlt. Seit Anfang November übten sie einmal in der Woche zusammen, eine Zeit, die ihren Höhepunkt mit dem Auftritt vor der Jury erreichte – mit Stücken von Schubert, Bartok, Paganini und einem modernen des Polen Witold Lutoslawski.
„Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, was man spielen sollte“, betont ihr Musiklehrer Jan Baruschke. „Es sollte klassisch sein, kann aber auch ins Populäre gehen. Da sind die Übergänge fließend.“ Es gibt auch eine Liste der Stücke, die man beim Wettbewerb gut vorspielen kann“, ergänzt Dietrich-B. Chappuzeau vom Vorstand des Musischen Forums.
„Wir haben fünf Minuten vor dem Auftritt noch vor dem Saal gesessen und gehört, wie drinnen die Gruppe, die vor uns auftrat, die vollen 25 Punkte bekam“, berichtet Friederike. Das war nicht gerade motivierend für das junge Duo, das mit Klavier und Violine musiziert. Friederike trat zum vierten Mal bei dem Wettbewerb an. Relativ neu dabei ist dagegen Charlotte: „Ich spiele erst seit dreieinhalb Jahren“, sagt sie; umso beachtlicher ist ihr zweiter Platz.
Wollen die Drei Profi-Musikerinnen werden? „Ich weiß es noch nicht“, sagt Charlotte. Auch Friederike meint, diese Entscheidung habe „noch etwas Zeit“. Einen musischen Beruf hätte sie aber schon gerne. Pauline kann sich immerhin vorstellen, Pianistin zu werden. Ein Wechsel zu moderner Musik kommt aber so schnell nicht in Frage: „Ich würde mein Klavier nicht gegen ein Keyboard tauschen.“
Als Preis gab es Urkunden. „Früher gab es immer noch Marzipanherzen dazu“, erinnert sich Friederike. Die scheinen wegrationalisiert worden zu sein, aber allein die Chancen auf eine Musikkarriere, die sich einem beim Sieg bieten, sind das Ganze wert. Weiter geht der Wettbewerb auf Landesebene vom 16. bis 18. März in Lübeck – und wenn man die drei so spielen hört, möchte man ihnen glatt ein Marzipanherz schenken. fa
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