Das teilte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Donnerstag in Berlin mit. Die Verbraucherstimmung helle sich zum Advent aber etwas auf, nachdem die Erlöse bis Ende September um zwei Prozent niedriger ausfielen. Für das Gesamtjahr erwartet die Branche mit 2,6 Millionen Beschäftigten ein Umsatzminus von zwei Prozent auf 390 Milliarden Euro. Im nächsten Jahr rechnet die Mehrzahl der Händler mit weiteren Einbußen.
«Ein ordentliches Geschäft in den Weihnachtsmonaten können wir sehr gut gebrauchen», sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Im November und Dezember erwirtschaftet der Handel ein Fünftel seines gesamten Jahresumsatzes. Der Oktober sei bereits besser gelaufen, vor allem für Mode-, Textil- und Schuhhändler. Das Konsumklima sei anders als befürchtet nicht eingebrochen, auch wegen des relativ robusten Arbeitsmarkts. «Die Stimmung ist heute besser als vor einem Jahr», sagte Sanktjohanser. Dazu trügen auch die stabilen und teils sogar gesunkenen Preise im Handel bei.
Einkäufe über das Internet werden immer beliebter und dürften im November/Dezember rund 5,5 Milliarden Euro ausmachen. Der HDE geht davon aus, dass der Online-Handel in diesem Jahr um 9,5 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro wächst und 2010 weiter auf 23,7 Milliarden Euro. Von den geplanten Steuerentlastungen der neuen Bundesregierung im kommenden Jahr sei keine kräftige Konsumbelebung zu erwarten. Der Löwenanteil werde nicht dem Handel zugutekommen. Der Verband zeigte sich zuversichtlich, dass das Bundesverfassungsgericht am 1. Dezember die bundesweit freieste Regelung für Sonntagsöffnungen in Berlin nicht kippen werde.
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