Der Heidelberger Jurist, der zuletzt mehrere Radprofis vor dem CAS vertrat, will seinen Schützlingen in Zukunft eher den Gang vor ein ordentliches Gericht raten. Um die letzten Instanz in Sportrechtsfragen zu umgehen, «müssten sich die Athleten bei der Lizenzvergabe weigern, im Streitfall vor den CAS zu ziehen», sagte Lehner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er möchte mit seinem Denkanstoß «ein Signal setzen».
Nach der Bestätigung der Sperre gegen Pechstein durch den CAS sprach Lehner bei «MDR INFO» von einer «Hexenjagd auf Athleten». Der Mitbegründer des Dopinghilfe-Vereins befürchtet nach dem Richterspruch, dass sich vermeintliche Dopingsünder «in dieser Hexenjagd zukünftig sehr warm anziehen müssen».
Ein indirekter Nachweis für Blutdoping, so Lehner, «muss richtig und sicher geführt werden». Das sei bei Claudia Pechstein «zu 100 Prozent nicht passiert». Der Jurist sprach gegenüber dpa von einer «nachgewiesenen, bis zu 30-prozentigen Abweichung der Testgeräte», mit denen die Pechstein-Werte erhoben worden seien. Das CAS-Urteil nannte Lehner einen «Schlag ins Gesicht für das Sportrecht».
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