Von den deutschen Finanzkonzernen ist vor allem der verstaatlichte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) in Griechenland engagiert. Das Volumen der Griechenland-Anleihen belief sich zum Jahresende 2009 auf 7,9 Milliarden Euro.
Das sagte ein Sprecher am Mittwoch in München. Durchschnittlich hätten die Anleihen eine Laufzeit von 21 Jahren. Ob und in welchem Umfang wegen der angespannten Lage Griechenlands Abschreibungen nötig werden könnten, ist derzeit offen. «Über die weitere Entwicklung wollen wir nicht spekulieren», hieß es.
Neben der HRE ist nach Informationen aus Branchenkreisen auch die BayernLB mit einem Volumen von rund 300 Millionen Euro in Griechenland-Anleihen engagiert. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte am Dienstag ihr Rating für griechische Staatsanleihen auf das Ramschniveau «BB+» gesenkt und damit die Finanzmärkte in Aufregung versetzt.
Die HRE war im vergangenen Jahr nach Kapitalhilfen und Garantien von mehr als 100 Milliarden Euro verstaatlicht worden. Um sich von Altlasten zu befreien, plant der Konzern die Gründung einer Bad Bank, in die möglicherweise auch die Griechenland-Anleihen ausgelagert werden könnten. Im vergangenen Jahr hatte die HRE das Volumen der Griechenland-Anleihen um 800 Millionen Euro zurückgefahren.
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