Zwei Mädchen, zwei Welten: Die Mofafahrerin Mona (Natalie Press) begegnet mitten im heißen Sommer in der englischen Grafschaft Yorkshire der Schimmel-Reiterin Tamsin (Emily Blunt).
Sie ist eine wohlbehütete Tochter aus gutem Haus, weit gereist, gebildet und selbstsicher. Gerade ist sie wegen ihres schlechten Einflusses auf andere von einem teuren Privatinternat geflogen. Mona dagegen ist seit dem Krebstod ihrer Mutter Waise, den Vater hat sie nie kennengelernt.
So unterschiedlich Mona und Tamsin im englischen Spielfilm «My Summer of Love», den 3sat an diesem Donnerstag (22.25 Uhr) zeigt, auch sind, so sehr spüren sie eine Seelenverwandtschaft. Zusammen sind sie stark und verleben einen unbeschwerten, glücklichen Sommer. Sie schwören sich, einander nie zu verlassen. Doch während Mona auf ihr gegenseitiges Versprechen vertraut, spielt Tamsin ein gefährliches Spiel.
Die Kritiker waren angetan von Pawel Pawlikowskis Studie und vor allem von den schauspielerischen Leistungen. «Press, in Interviews ebenso lebendig wie im Film, gibt mit Mona ein ausdrucksstarkes Debüt in ihrem ersten Kinofilm», schrieb die «Berliner Zeitung» 2005. Es sei ein Film «über die Liebe und ihre Tücken», meinte «Die Welt». «Es ist ein Film wie das Gesicht von Natalie Press, von englischer, aber sicher nicht vornehmer Blässe. Mit vielen Sommersprossen als Farbtupfern.»
Regisseur Pawlikowski drehte «My Summer of Love» auf der Grundlage eines nur 35 Seiten umfassenden Skripts. Das ließ Raum für Improvisationen, den die Schauspieler auch nutzten, um dem Film zu möglichst großer Authentizität zu verhelfen. Für die Kamera verantwortlich war Ryszard Lenczewski. «My Summer of Love» wurde unter anderem mit dem BAFTA Award als Bester Britischer Film ausgezeichnet.
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