Im Rahmen der 51. Internationale Bootsausstellung „hanseboot“ in Hamburg zogen die Organisatoren eine durchweg positive Bilanz: „Alles deutet auf eine deutliche Erholung der Wassersportbranche hin. Mehr Aussteller, ein deutliches Plus bei der vermieteten Fläche und am Ende auch mehr Besucher“, erklärte der Vorsitzende der Hamburg Messe, Bernd Aufderheide.
Auch die deutschen und dänischen Häfen unter dem großen Dach von „Baltic Sailing“ präsentierten sich den rund 100 000 Besuchern auf dem Hamburger Messegelände. „BalticSailing“ ist der Zusammenschluss von 39 Häfen in Ostholstein und Süddänemark mit über 11000 Liegeplätzen. Insbesondere standen die Häfen in Ostholstein und Lübeck im Fokus. Zu finden war das gesamte Leistungsspektrum der Liegeplatzanbieter, der Bootswerften, Seglervereinigungen und Clubs der angeschlossenen Häfen zwischen dem Museumshafen in der Hansestadt Lübeck ganz im Süden und der Marina in Heiligenhafen ganz im Norden. An den verschiedenen Thementagen waren die Hafenmeister und Ortsvertreter für Fragen oder auch dem Klönschnack am Rande mit den treuen oder neuen Liegeplatzinhaber zur Stelle. Über einen positiven Saisonverlauf mit abermals mehr Gastliegerankünften freuten sich alle deutschen Häfen. Auf dänischer Seite hingegen wurden die Zahlen gerade einmal gehalten, nicht zuletzt, weil neue Ziele, wie beispielsweise in Polen, viele deutsche Segler in die östliche Ostsee locken.
In der Mitgliederversammlung der 19 deutschen Häfen und einiger Fördermitglieder konnte Manfred Wohnrade als Vorsitzender auf die erfolgreiche Arbeit der Gemeinschaft „Baltic Sailing“ und seiner Geschäftsstelle zurückblicken. Geschäftsstellenleiterin Sandra Belka, bei der die wassersportlichen und wirtschaftlichen Fäden zusammenlaufen, berichtete über die Aktivitäten, wie die Veranstaltung „Friend-Ship-Cup“, wie auch über die Anschaffung der neuen Internetterminals, die ab Frühjahr in jedem deutschen und dänischen Hafen der Hafenkooperation als Service für die Segler aufgestellt werden.
Besonderes Augenmerk gilt der Verknüpfung des Wassersportes mit dem Landtourismus. Hieran knüpft auch im nächsten Jahr die neue „Baltic Sailing Card“ an, die die bislang bekannte Bonuskarte ablösen wird. Mit dieser Neuheit wird „Baltic Sailing“ die Wassersportsaison im Januar 2011 offiziell auf der weltgrößten Bootsausstellung in Düsseldorf eröffnen. Einzelheiten zu dieser Vorteilskarte mochte Manfred Wohnrade in seinen Grußworten anlässlich des Messeempfanges nicht verraten. Nur so viel gab er preis: „Sie ist ein Vorteil für Liegeplatzinhaber, Hafenbetreiber und die touristische Wirtschaft.“ Organisatorisch wird das Projekt durch je einen Verein auf dänischer und deutscher Seite getragen.
Bei den Neuwahlen auf deutscher Seite wurde der langjährige Kassenwart Otto Stöhr aus Neustadt durch Jens Hermann vom Niendorfer Hafen ersetzt. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Dr. Klaus-Dieter Stolze vom Lübecker Yachtclub, für ihn ist nun die Travemünderin Andrea Böbs berufen worden. Manfred Wohnrade aus Heiligenhafen bleibt weiterhin erster Vorsitzender. Der Heiligenhafener Urs Weisel, Dietrich Uffmann von der Lübecker Entwicklungsgesellschaft und der Grömitzer Betriebsleiter Olaf Dose-Miekley komplettieren die Vorstandsriege. ll
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