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vom 10.11.2011 00:00
Ausgezeichnet: Mit alten Fahrrädern für Autolack werben
Er hat gestern den 7. Lübecker Marketing-Award gewonnen: Michael Scharnberg von der Autolackiererei Jürs. Hinter ihm die Mitveranstalter Andrea Seegelke (r.), der Präsident des Lübecker Marketing-Clubs Frank Döring und Martina Martin.
Foto: Ulf-Kersten Neelsen
 
Lübeck - In den Media Docks wurde gestern Abend zum 7. Mal der Lübecker Marketing Award verliehen. Preisträger ist die Firma Jürs.

Mit bunt zusammengeschweißten Fahrrädern für eine Autolackiererei werben – wie soll das denn bitteschön gehen? „Meine Angestellten haben mich angesehen, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank“, erzählte Michael Scharnberg (45), Chef der Autolackiererei Jürs. Doch die ungewöhnliche Idee zündete. Gestern trug sie Scharnberg den 7. Lübecker Marketing Award ein, die Auszeichnung für eine herausragende Marketing-Idee. „Das ist ein tolles Gefühl. Ich hatte einen Traum, und der ist heute in Erfüllung gegangen“, sagte der Sieger, nachdem er vor 350 Gästen in den Lübecker Media Docks den Preis von Marketing-Club-Präsident Frank Döring empfangen hatte. Scharnberg dankte seinem „Topteam“ – seiner Frau, seinen 30 Mitarbeitern und vor allem Katja Boomers von der Lübecker Werbeagentur Manovo. Gemeinsam mit Scharnberg hatte sie die Idee erarbeitet, die ungewöhnlichen Fahrräder in Lübecker Einkaufszentren auszustellen – und auf diese Weise Aufmerksamkeit für die Jürs GmbH zu wecken.

„Ich sehe es als unsere Aufgabe, nicht nur Autos zu lackieren, sondern den Lack auch zu schützen“, sagte der Firmenchef. Und so entwickelten er und sein Team die Nano-Versiegelung, das Markenzeichen der Firma, die für Autolack einen „panzerstarken Schutz aus der Natur“ verspricht. Mit dem Marketing Award gewann der Preisträger auch eine Plakataktion der Firma Ströer – Deutsche Städte Medien im Wert von 20 000 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Cay Cruse mit Freiraum 24, einem Unternehmen, das Platz zur Lagerung (Selfstorage) bietet, und der Lübeck-Travemünder Golf-Klub für seine neue Mitgliederwerbung.

Prof. Hans-Willi Schroiff von der Waschmittelfirma Henkel gab danach kurzweilige Einblicke, wie Marktforschung in einem großen Konzern funktioniert. Voraussetzung sei, Wissen über seine Kunden zu sammeln. Das geht sogar soweit, dass sogar Henkel-Vorstände regelmäßig normale Haushalte besuchen, um mit Käufern über deren Erfahrungen zu reden und in ihre Schränke zu gucken. Ideen würden auch daraus entwickelt, dass Kunden kleine Geschichten einsenden, zum Beispiel mit dem Titel „Mein schlimmster Fleck“. cri


Quelle im Internet: http://www.ln-online.de/nachrichten/3285264
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