Favoritenkiller Holstein Kiel mischt mit dem Sieg gegen Mainz
Bereits in der sechsten Minute fiel vor 10
Entscheidend war, dass wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt haben. Gegen uns einen Rückstand aufzuholen, ist manchmal nicht so einfach. Wir hatten im richtigen Moment das richtige Glück“, meinte Kiels Trainer Thorsten Gutzeit. Kontrahent Thomas Tuchel erklärte: „Irgendwie ist es symbolisch, dass dieses Jahr mit einem Tiefschlag für uns zu Ende geht. Es ist gar keine Frage, dass die Kieler an diesem Tag die bessere Mannschaft waren.“ Mitten in eine Mainzer Drangperiode hinein gelang dem ehemaligen Lübecker Steve Müller in der 64. Minute das 2:0 für den Viertligisten.
Nach einer missglückten Kopfball-Abwehr von Jan Kirchhoff war Mittelfeldspieler Müller mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel erfolgreich.
Zuletzt hatte als Viertligist der 1.
Obwohl das Spielfeld (keine Rasenheizung) durch eine Zeltkonstruktion vor Eis und Regen geschützt worden war, war der Untergrund sehr seifig. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit konnten die Platzherren die Partie noch offen gestalten, mussten dann ihrem hohen Anfangstempo ein wenig Tribut zollen. „Es ist unglaublich, unter den besten acht Teams zu sein.
Damit haben wir eine Sensation für den ganzen Norden geschafft“, sagte Kiels Ex-VfBer Tim Siedschlag begeistert. Torschütze Müller ergänzte: „Ein unfassbares Gefühl. Dass ich auch noch das zweite Tor gemacht habe, war das Tüpfelchen auf dem i.“ Die Mainzer waren dagegen restlos bedient. „Wir haben miserabel gespielt. Es ist Winter, aber es lag nicht am Platz, die anderen haben sich auch darauf zurechtgefunden“, stellte 05-Abwehrspieler Zdenek Pospech klar. In seinem Spiel des Jahres feierte der Regionalliga-Zweite Holstein Kiel am Mittwoch einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 und darf sich nun im Viertelfinale des Wettbewerbs auf eine weitere Millionen-Einnahme freuen.
Vor 10 649 Zuschauern im Holstein-Stadion trafen der Mainzer Anthony Ujah (6./Eigentor) und Steve Müller (64.) für den aufopferungsvoll kämpfenden Amateurclub, dem schon der dritte Zu-Null-Sieg in dieser Runde gelang. Für die Rheinhessen war es nach der Pokal-Blamage 2009/10 beim VfB Lübeck die nächste Schmach in Schleswig-Holstein.
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