Die Forderung von Schleswig-Holsteins FDP-Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) nach 453 Lehrerstellen sorgt im Landtag für Zwist zwischen Koalition und Opposition. Es gehe ihm nur um Populismus, warf Grünen-Fraktionschef Robert Habeck dem Bildungsminister vor. Auch sein SPD-Amtskollege Ralf Stegner sprach von Inszenierung und Show. CDU und FDP dagegen stärkten Klug demonstrativ den Rücken, obwohl er seine eigene Fraktion und den Koalitionspartner sichtbar überrascht hatte.
Er habe inhaltlich begründete Vorschläge vorgelegt, „nicht mehr und nicht weniger“, verteidigte Klug sein Papier. „Ich bekenne mich dazu, dass ich für die politischen Ziele, für die ich stehe, noch ein paar Wünsche offen habe.“ Einen Nachtragshaushalt werde es aber nicht geben. Schon im November hatten die Liberalen die CDU mit der Forderung überrascht, 300 Lehrerstellen weniger einzusparen als geplant, und damit für einen Streit gesorgt; Klugs Papier geht noch darüber hinaus.
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