«Die Serie reißt einfach nicht ab. Wir müssen wieder auswärts antreten», kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf wenig erfreut das Los, das Fußball-Weltmeisterin Ariane Hingst im Beisein von Bundestrainer Joachim Löw im Aktuellen Sportstudio des ZDF gezogen hatte. «Da steckt viel Brisanz in diesem Spiel. Das wird eine interessante Paarung», sagte Löw über die bevorstehende Partie in Hamburg.
Die in der Bundesliga zuletzt schwächelnden Bremer hatten im laufenden Pokal-Wettbewerb noch kein Heimspiel. Auch in Mainz hatten Spieler, Trainer und Verantwortliche vergeblich auf einen Pokal-Hit vor eigenem Publikum gehofft. «Es tut mir leid für Mainz», sagte die derzeit verletzte Nationalspielerin Hingst entschuldigend. Die beiden Halbfinals werden am 21. und 22. April gespielt, das Endspiel steht am 30. Mai (20.00 Uhr) im Berliner Olympiastadion an. «Klar ist, dass wir ins Finale nach Berlin wollen. Wir freuen uns über ein Heimspiel», sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer.
Fast wortgleich formulierte Leverkusens Trainer Bruno Labbadia die Zielsetzung für das «Heimspiel» in Düsseldorf gegen Mainz. «Wir haben uns von Anfang an hohe Ziele im Pokal gesetzt und jetzt werden wir sehen, wie wir das hinbekommen. Wir sind im Halbfinale und jetzt wollen wir natürlich auch ins Finale», sagte der Coach. Im Viertelfinale hatte seine Mannschaft den deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger Bayern München aus dem Wettbewerb geworfen.
Mainz war durch ein 1:0 gegen den FC Schalke 04 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Vorschlussrunde des DFB-Pokals eingezogen. «Das ist eine verdammt schwere Aufgabe für uns», sagte Trainer Jörn Andersen. «Im Viertelfinale gegen Bayern München haben wir gesehen, wie stark die Leverkusener sind. Wir werden dort trotzdem unsere Chance suchen, schließlich haben wir in dieser Saison schon einige sehr gute Auswärtsspiele gezeigt.» Auch Löw glaubt, dass die Rheinhessen «in der Außenseiterrolle, aber nicht chancenlos» sind.
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