ln-online/lokales vom 20.08.2008 00:00
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Laute Demonstranten fordern: „Weg mit dem Grenzschutz“
Mit Spruchbändern ausgestattet, machten die 300 Demonstranten lautstark ihrem Ärger gegenüber Frontex Luft. Sie zogen unter anderem durch die Beckergrube. Foto: WOLFGANG MAXWITAT
Mit Spruchbändern ausgestattet, machten die 300 Demonstranten lautstark ihrem Ärger gegenüber Frontex Luft. Sie zogen unter anderem durch die Beckergrube. Foto: WOLFGANG MAXWITAT
Lübeck - Plötzlich war die Ruhe dahin: 300 Demonstranten sind gestern Parolen rufend und Spruchbänder schwingend durch die Lübecker Innenstadt gezogen.

Lautstark forderten sie die Abschaffung von Frontex, einer EU-Grenzschutzagentur, deren Mitarbeiter in der Bundespolizeiakademie geschult werden.

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Bereits um 11 Uhr fanden sich 300 Demonstranten vor der Bundespolizeiakademie an der Ratzeburger Landstraße ein. Organisiert wurde die Demonstration von den Veranstaltern des Antirassistischen Camps in Hamburg und dem Lübecker Flüchtlingsforum. Außerdem waren Musiker von „Lebenslaute“ mit dabei. „Wir machen Musik an Orten, an denen Unrecht geschieht“, sagt Pressesprecherin Barbara Rodi. „Frontex muss verschwinden.“

Um 16 Uhr formierte sich der Demonstrationszug erneut. Diesmal vor der „Alternativen“ in der Willy-Brandt-Allee. Von dort aus zogen die Demonstranten über die Königstraße zum Kohlmarkt, wo eine große Kundgebung stattfand. Polizeibeamte sowie eine Hundestaffel sicherten die Demo ab.

In Redebeiträgen und auf Spruchbändern kritisierten die Teilnehmer die Arbeitsmethoden von Frontex. „Die Grenzschützer nehmen in Kauf, dass Flüchtlinge sterben“, sagt Rodi. „Viele Afrikaner versuchen, über den Seeweg nach Europa zu kommen – und ertrinken.“
Von Sebastian Rosenkötter
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