ln-online/lokales vom 21.03.2009 14:12
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Erstes Demo-Wochenende in Lübeck verlief friedlich
Foto: LN
Die Polizei schirmet die Bündnis-Teilnehmer und die Anhänger der Nazi-Mahnwache voneinander ab. Foto: LN
Lübeck - Friedlich verlief am Sonnabend die so genannte Warm-up-Demo in der Innenstadt. Die Polizei, die mit mehr als 100 Kräften im Einsatz war, schirmte die Demonstranten des Bündnisses "Wir können sie stoppen" und die Teilnehmer der Nazi-Mahnwache in der Obertrave voneinander ab.

Das Bündnis hatte 300 Demonstranten angemeldet. Nach eigenen Angaben versammelten sich rund 150 überwiegend junge Leute. Flagge zeigten auch Politiker von SPD, Grünen und Linken sowie Kirchenvertreter. Die Nazis waren mit rund 40 Teilnehmern aus Kiel angereist. Bei ihrer Ankunft im Hauptbahnhof wurden sie von der Polizei in einen Bus der Stadtwerke begleitet, der sie zum Versammlungsort in der Obertrave brachte.

Die Demonstranten des Bündnisses verließen am Holstentor die von der Versammlungsbehörde vorgeschriebene Route und stürmten über die Obertravenbrücke ebenfalls an die Obertrave. Vor der Musikhochschule errichteten ungefähr 50 Demonstranten eine Sitzblockade. In rund 300 Meter Entfernung voneinander verharrten beide Gruppen für einige Stunden. Die Redebeiträge der Nazis während ihrer Kundgebung wurden von lautstarkem Protest der Gegendemonstranten unterbrochen. Dabei kam es bis zum frühen Nachmittag nur zu verbalen Scharmützeln.

Die Warm-up-Demo und die Mahnwache boten das Vorgeplänkel für die große Demo am 28. März. Seit 2006 nutzen die Rechtsextremen das Datum des allierten Bombenangriffs 1942 auf Lübeck für eine so genannte Gedenkveranstaltung. Dagegen mobilisiert regelmäßig ein Bündnis aus Kirchen, Parteien, gesellschaftlichen Organisationen und linken Gruppierungen. dor
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