Ratzeburger Ruderer fälschlich wegen Doping-Verdacht suspendiert
Legt sich in Ratzeburg für seinen WM-Traum mächtig in die Riemen: Nils Budde. Foto: Simann/LN
"Die Nationale Anti Doping Agentur hat einen Formfehler beim Führen ihrer Datenbank eingeräumt", erläuterte DRV-Sportdirektor Michael Müller. Ganz so war's wohl nicht. Bude berichtet: Als am 12. April ein Nada-Mitarbeiter ihn zur zur Trainingskontrolle in Salzgitter suchte, war er nicht da. "Seit Februar mache ich ein Praxissemester in Ratzeburg, rudere beim Bundestrainer. Das habe ich dem Verband mitgeteilt. Doch der hat verpennt, es der Nada zu melden", kritisiert Budde und fährt fort: "Seit zehn Jahren betreibe ich Leistungssport, stand immer für Kontrollen zur Verfügung. In den letzten beiden Jahren wurde ich sechs Mal getestet."
Weil der Kontrolleur von einem Verstoß gegen Meldeauflagen ("missed test") ausgehen musste, eröffnete er das Dopingverfahren. Daraufhin suspendierte der DRV Budde - ohne vorherige Anhörung - rückwirkend seit 12. April. Damit wäre sein siebter Platz bei den Deutschen Meisterschaften aus der Wertung genommen worden, und der WM-Träum geplatzt. Zum Glück hatte die Intervention von Rechtsanwalt Rainer Cherkeh (Hannover) noch rechtzeitig Erfolg. Kurz vor der Deadline um 18 Uhr konnte der Ratzeburger am Dienstag noch für die Regatta in Essen am 19./20. Mai melden, wenn es um einen Platz im Leichtgewichts-Doppelvierer geht, der bei der WM startet. "Eine Konzentration aufs Training war zuletzt faktisch unmöglich, mir fehlen drei Wochen", bangt Budde, hofft aber auf ein Happy End: "Meine WM-Chancen stehen nicht schlecht."
In den letzten 7 Tagen schon 4 mal gelesen - zuletzt am 31.08.2010 um 07:37.
Ähnliche Meldungen im Archiv suchen 
Nach Stichwörtern:
Rudern
Ratzeburg
Doping
Aus dem gleichen Land (DEU)
Weitere Meldungen aus
Herzogtum Lauenburg
Heute
7 / 17 °C
aus: N-N-W
Morgen
7 / 17 °C
aus: SO
|
||||||||||||||||||









