ln-online/lokales vom 09.06.2007 00:00
Tierheim braucht mehr Geld, um armen Vierbeinern zu helfen
65 Tiere warten derzeit im Möllner Tierheim auf einen neuen Besitzer. Eins davon ist "Flash", ein niedlicher Hund, der schwer verletzt aufgefunden wurde.Das Möllner Tierheim hat Probleme: "Unsere finanzielle Decke ist sehr dünn, wir bangen um die Erhaltung dieser Einrichtung", erklärte jetzt Ursula Berger, Leiterin des Heims und stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins in Mölln. Das Haus am Zeppelinweg verschlingt nach Bergers Worten "eine Menge Betriebskosten", obwohl bis auf die Reinigungskräfte alle Mitarbeiter hier ehrenamtlich tätig sind. Aber die Kosten für den Tierarzt, das Futter der Tiere und für Energie muss jeden Monat aufgebracht werden. Die Mitgliedsbeiträge sind, so die Tierheim-Leiterin, "leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein".
Um so mehr freut sich der Verein über Spenden. Eine besonders dicke konnte jetzt Dieter Steffen, Geschäftsführer der Recycling-Firma Willi Damm, überbringen. Er übergab Ursula Berger einen Scheck über 1350 Euro. Das Geld wurde bei einem Kompost-Tag auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums der Firma Damm in Grambek gesammelt. "Wir unterstützen das Tierheim gern, weil hier wirklich gute Arbeit geleistet wird", sagte Steffen. Spendergeld sei in dieser Einrichtung allemal gut angelegt.
Zurzeit leben im Möllner Tierheim 56 Katzen, sechs Hunde und drei Farbmäuse. Die meisten der Tiere waren irgendwo ausgesetzt worden, weil ihre früheren Besitzer sie nicht mehr halten konnten oder wollten.
Ein besonderes Sorgenkind ist dabei "Flash", ein niedlicher Mischlingshund, etwa fünf Jahre alt. "Er ist ein überaus liebenswertes Tier, das aber schwer verletzt bei uns angekommen ist", erzählt Ursula Berger. "Flash", der in der Möllner Waldstadt aufgefunden wurde, hat ein mehrfach gebrochenes Vorderbein und kann sich derzeit nur stark humpelnd fortbewegen. Die komplizierte Verletzung, die etwa vier Wochen alt ist, müsste in einer Spezialklinik operiert werden, damit der Hund wieder laufen kann. Das würde aber 2000 Euro kosten - Geld, das das Tierheim in Mölln nicht hat. Nun wird entweder ein neuer Besitzer für den freundlichen Vierbeiner gesucht, der die Operation übernehmen würde - oder Spender, die den medizinischen Eingriff durch eine große oder mehrere kleine Spenden möglich machen. "Flash" habe schließlich noch sein halbes Leben vor sich und habe es verdient, in diesen Jahren wieder fröhlich herumlaufen zu können, sagt die Tierheim-Chefin.
Für Interessenten: Immer mittwochs und sonnabends kann man sich von 15 bis 17 Uhr im Tierheim am Zeppelinweg 13 die "Bewohner" anschauen.
In den letzten 7 Tagen schon 5 mal gelesen - zuletzt am 29.07.2010 um 11:56.
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