"Wir sind ganz entschieden dagegen", sagte Honkanen-Schoberth den Lübecker Nachrichten. "Wir finden das auch juristisch höchst bedenklich, wenn Kinder zu verdeckten Ermittlern gemacht werden sollen, die andere dann zu einer Straftat anstiften sollen. Sie als Lockvögel zu missbrauchen, das ist nicht mit der Würde des Kindes vereinbar."
Der Hintergrund ihrer Kritik: Gestern war bekannt geworden, dass die Bundesregierung am kommenden Mittwoch ein Gesetz verabschieden will, das Kinder als Testkäufer für Alkohol, Zigaretten und Gewaltvideos eingesetzt werden können, um Verstöße gegen den Jugendschutz besser ermitteln und bestrafen zu können. "Wir werden alle Eltern auffordern, nicht mitzumachen und ihre Kinder nicht als verdeckte Ermittler zur Verfügung zu stellen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel", sagte Honkanen-Schoberth den LN.
Mehr zum Thema am Sonnabend in den Lübecker Nachrichten und bei LN Online.
Klaus-Peter Rahmlow schrieb am 12.10.2007 23:05:
Es ist unfassbar,auf welche idiotischen Ideen die Politiker neuerdings in diesem Land kommen.Ich bin als Elternteil strikt dagegen
Patrick Tiedchen schrieb am 13.10.2007 15:37:
Diese Maßnahme ist aber extremst Sinnvoll, da ausschliesslich nur so effektiv der Jugendschutz überwacht werden kann. Dann gäbs auch nicht mehr diese Killerspieldiskussion, da sich auch Geschäfte dann strikt an die Jugendschutzrichtlinien halten müssen.
Walter Rossmann schrieb am 13.10.2007 21:50:
Das ist ja eine Unverschähmtheit, dass sich eine Familienministerin sich Kinder als Spitzel gegen Alk und Zig
bedienen will, ist das der neue Stasi Staat,ausserdem kommts
ja auch drauf an ob eine Flasche Bier,oder ein ganzer Kasten
schade dass die nächste Wahl erst 2009 ist,da sollte sich die Regierung warm anziehen.
Heiko schrieb am 15.10.2007 13:46:
Ich wundere mich doch sehr, warum das so auf Kritik stößt. Wie genau soll man denn die Händler sonst überführen? Ich hätte nichts dagegen wenn mein Kind so ein Killerspiel oder Alkohol und Zigaretten im Auftrag und unter Beobachtung der Polizei kauft und so mithilft, andere Kinder vor einem skrupellosem Händler zu schützen.
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