Den Ausstieg im Forum diskutieren
Saxe und Halbedel reagierten enttäuscht auf die Ankündigung der Neuseeländer, die ihren Ausstieg vor ein paar Tagen mitteilten. Hintergrund für den Ausstieg soll die weltweite Finanzkrise sein, die auch an Infratil nicht vorbeigegangen ist. Infratil hatte im Dezember 2005 eine Mehrheit von 90 Prozent am Flughafen übernommen, zehn Prozent blieben städtisch. Die Neuseeländer wollten langfristig 60 Millionen Euro in den Ausbau von Blankensee investieren. Die Entwicklung der Fluggastzahlen blieb hinter den Erwartungen zurück. Seit Einstieg des Investors sinken die Passagierzahlen kontinuierlich, 2008 werden es rund 520.000 sein.
Das laufende Planfeststellungsverfahren für den geplanten Flughafen-Ausbau bleibt vom Ausstieg der Neuseeländer unberührt. Im nächsten Monat erwartet Lübeck grünes Licht für Startbahnverlängerung, neue Parkplätze und Erweiterung des Vorfelds. Saxe will den Ausbau auf jeden Fall weiter vorantreiben, damit Blankensee eine Perspektive erhält.
Infratil hatte von Anfang eine Ausstiegsoption, die bis Ende Januar 2009 befristet war. Die Option wurde im November nach Verhandlungen mit der Stadt um ein Jahr verlängert. Das wurde im Rathaus als Beleg für die Standort-Treue der Neuseeländer aufgefasst. Umso überraschter waren Saxe und Halbedel, als Infratil jetzt das Ende bekannt gab.
Mehr zum Thema am Sonnabend in den Lübecker Nachrichten und bei LN Online.
iris schrieb am 16.01.2009 12:53:
na, welch eine überraschung...
Klaus-Dieter Holst schrieb am 16.01.2009 14:26:
Präziser konnte kein Leser oder Politiker informiert und aufgeklärt sein wie durch den LN-Readakteur K. Dordowsky am 22.10.2008 in den Lübecker Nachrichten. Erstaunlich dort seinerzeit die Blauäugigkeit von Conja Grau HLund N. Lange Kaufmannschaft. Wirtschaftssenator Halbedel muß für Investoren-Ersatz sorgen bevor er das Handtuch wirft...Denkwürdiger Politiktag 16.1.2009 für Lübeck
W. Iriske schrieb am 16.01.2009 14:48:
Ist ja nicht wirklich überraschend.Für die Planfeststellungsbehörde ist der Ausstieg Infratils eine gute Gelegenheit, ein striktes Nachtflugverbot einzurichten, denn wenn Infratil sowieso aussteigt, ist ja auch eine etwaige Rücktrittsoption,die bei Einrichtung eines Nachtflugverbotes greifen würde,hinfällig.
J. Sommerfeldt schrieb am 16.01.2009 14:54:
Wir doofen Wähler haben es lange vorher gewusst.Wie beim Herrentunnel,Politiker
werden immer überrascht.Herren Saxe und Co.
nur noch peinlich.
Hans van de Spejkerbroek schrieb am 16.01.2009 15:22:
Dann ist jetzt ja klar, wo das von Herrn Saxe geplante gigantische neue Gewerbegebiet gebaut werden kann...der Lübecker Steuerzahler wird es schon richten Die "Naturschützer" sind bereits gekauft wordenFreie Bahn
Mirko Brünner schrieb am 16.01.2009 16:50:
Allen Beteuerungen von Ryanair zum Trotz - das war es dann wohl. Das Ding ist so mausetot wie es nur sein kann, bald herrscht da Ruhe - gut so.
Müssen die Damen und Herren Umweltverschmutzer halt etwas weiter fahren, um ihren Taten nachzugehen.
Bianca schrieb am 16.01.2009 18:08:
Hallo, Hans van de Spejkerbroek: welche Naturschützer sind denn für welchen Preis von wem genau bei diesem Projekt gekauft worden? Ich liebe Verschwörungstheorien, aber ich liebe auch ein paar Fakten dazu.
Rudi schrieb am 16.01.2009 23:40:
Hallo Bianca: siehe ln-online/lokales vom 07.02.2008 08:15 Zitat:"Die Naturschutzverbände verzichten demnach auf Klagen gegen den Ausbau, im Gegenzug zahlt der Flughafen 2,5 Millionen Euro in eine neue Umweltstiftung "Grönauer Heide" ein."
Jeder hat seinen Preis, auch Naturschützer...
Mirko Brünner schrieb am 17.01.2009 08:46:
Werte Bianca, als "Gegenleistung" für einen Klageverzicht von Umweltverbänden stellte der Flughafen 2,5 Millionen Euro für eine Naturschutzstiftung bereit Februar 2008.
Ein Armutszeugnis für die beteiligten Umweltschützer - sich von den Umweltverschmutzern kaufen zu lassen.
-2-
Mirko Brünner schrieb am 17.01.2009 08:51:
-2-
Die Lübecker Grünen lehnten den Vorschlag in der Nicht-Öffentlichen Sitzung der Bürgerschaft ab. Auch die "Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm" und der Bgm. von Groß Grönau H.-G. Weißkichel warfen den Umweltverbänden vor,ihre Überzeugungen verkauft zu habenwie ich finde, völlig zu Recht.
Es ist ja wohl Aufgabe von Umweltschützern sich der Fliegerei massiv und konsequent entgegenzustellen.
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