16 Strecken berücksichtigt das Rad- und Wanderwegekonzept der Gemeinde Selmsdorf. Hauptanliegen ist es, die zum Teil auf dem Territorium der Nachbargemeinden weiterverlaufenden Wege auf Selmsdorfer Areal wieder in Schuss zu bringen, denn da sind sie, wenn mitunter auch nur schwer zu nutzen.
Das 11,6 Kilometer lange Streckennetz wieder zu aktivieren, will sich die Kommune rund 450 000 Euro kosten lassen. Vorgesehen ist es, in der Hauptsache sand- und wassergebundene Wege zu schaffen. In der Regel sollen sie zwischen drei und 3,50 Meter breit sein. Fördermittel will die Kommune über das EU-Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (ELER) einwerben.
Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses beauftragten nun während ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend Planer Dirk Groth vom Schönberger Ingenieurbüro Groth und Michelis, die Planungen für vier Wege so weit voranzutreiben, dass gebaut werden kann, so die Fördermittel zugesagt werden. Das trifft zu für die Wegstrecke Teschow über „Hohe Meile“ bis zur Selmsdorfer Gaststätte „Tannenkrug“. Da der Weg im Forstbereich bereits saniert ist, geht es hier eigentlich nur noch um den Teil zwischen Teschow und dem Forst.
Ebenfalls in Angriff genommen werden soll der Rad- und Wanderweg vom ehemaligen Selmsdorfer Sportplatz bis nach Sülsdorf im Bereich des Selmsdorfer Grabens. Gleiches trifft für den Abschnitt Sülsdorf-Bockholzberg-Bundesstraße 104 zu. Die vierte Strecke im Bunde ist die von Selmsdorf über Hof Selmsdorf nach Lockwisch. Hier ist den Ausschussmitgliedern besonders daran gelegen, auszuschließen, dass der landwirtschaftliche Verkehr diesen Weg nutzen kann, damit er nicht so schnell zerfahren wird. Diskutiert wurde unter anderem eine Ausbaubreite von nur zwei Metern. Dirk Groth regte den Einbau von versetzten Barrieren an.
An dem 44-Jährigen ist es nun, die Planungen für die vier Strecken antragsreif zu machen und sie anschließend auf Förderfähigkeit prüfen zu lassen. Fließt Geld, stellte er im LN-Gespräch in Aussicht, könne sofort gebaut werden, noch in diesem Jahr. Spätestens aber rechnet er bei Förderfähigkeit mit einem Baubeginn im zeitigen Frühjahr kommenden Jahres.
Auch für die Planungen zum Bau der in Selmsdorf vorgesehenen Skateranlage zeichnet Dirk Groth verantwortlich. Die etwa 15 mal 30 Meter große Anlage, die um die 60 000 Euro kosten wird, soll am Sportplatz gebaut werden. Baurechtliche Dinge müssten hier noch geklärt werden, gab der Planer zu bedenken, doch dann stehe dem Vorhaben nichts mehr im Wege.
Als Bürgermeister Detlef Hitzigrat angesichts der Bausumme andeutete, dass Beschlüsse auch rückgängig gemacht werden können und Ausschussmitglied Karl-Heinz Kniep anschließend eine Lanze für die Jugend brach, erklärte Gremiumskollege Christian Albeck: „Entweder wird die Skateranlage gebaut oder es gibt bei der nächsten Gemeindevertretersitzung einen gegenteiligen Antrag.“
Sechs Elemente soll Selmsdorfs Skateranlage übrigens bekommen: eine Jump-Ramp, eine Funbox mit slide, eine Quarterpipe, zwei Curb-Elemente unterschiedlichen Ausmaßes und mit verschiedener Neigung sowie außerdem noch eine Bank.
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