„Meine Wortwahl war dem sensiblen und vor allem ethischen Thema nicht angemessen“, teilte die 22-jährige Bürgerschaftsabgeordnete in einer persönlichen Erklärung mit.
Sie habe den Eindruck, mit ihrem mehrseitigen Beitrag gegen „Entmündigung, Leibeigenschaft und Kinderwahnsinn“ die Gefühle vieler Menschen verletzt zu haben. Huberty: „Ich bitte sie um Entschuldigung.“ Viele der im Beitrag genannten Punkte würde sie heute nicht mehr so schreiben.Unter anderem hatte die Abgeordnete Föten mit Kaulquappen verglichen. An ihrer grundsätzlichen Kritik an der Verschärfung des Paragrafen 218 halte sie aber fest, so Huberty: „Jede Frau hat das Recht, frei zu entscheiden, ob sie eine Schwangerschaft austragen will oder nicht.“
Zuvor hatte die Junge Union (JU) Lübeck Hubertys Rücktritt aus der Bürgerschaft gefordert. Der Vorsitzende Harry Becker: „Die Linke ist ein Sammelsurium von Linksextremisten und Populisten.“ Carina Kremer vom JU-Kreisvorstand kann nicht nachvollziehen, wie „man die körperliche Selbstbestimmung der Frau über das Leben eines Menschen stellen kann“. Wer solche Ansichten vertrete, spreche nicht für die Interessen der Frauen. Die JU fordert auch den Rücktritt des Linken-Landesvorstands, der für die Veröffentlichung verantwortlich sei.
Diese provozierende Diktion des gesamten Beitrags irritierte Bürgerschaftsabgeordnete anderer Fraktionen. „Man kann der jungen Feministin nur empfehlen, konkrete Lebenserfahrungen von Müttern nachzufragen“, sagte Astrid Stadthaus-Panissié (BfL). „Im Kern ist die Aussage extrem kinderfeindlich“, erklärte Bernd Möller (Grüne). „So herzlos schätze ich sie nicht ein“, sagte FDP-Fraktionschef Thomas Schalies.
Dr.med R.Tetzlaff-Gahrmann schrieb am 11.09.2009 10:41:
Glückwunsch Frau Huberty, so schnelle Einsicht beispielhaft für manch einen Alten in der Politik...Nun fordern Sie eine Entschuldigung von den Alten,die Gesundheitsgefahren durch Atommüll,Giftmüll etc etc weiterhin vertuschen wollen. Hilfe sagt Ihnen die RRP ..RENTNERINNEN UND RENTNERPARTEI zu
amoruritme schrieb am 11.09.2009 14:19:
wenn es ihr wirklich leid täte, sollte sie das beweisen, indem sie sich endgültig aus der politik zurückzieht: selbst wenn sie zugibt, über das ziel hinausgeschossen zu haben, sind ihre kerngedanken kinder sind bis mindestens 3 jahre nur "larven" allzu menschenverachtend.
phoenix schrieb am 11.09.2009 14:49:
Frau Huberty hat dieses große Thema der Ethik zwar sprachlich bewältigt, sonst leider nicht.
Michael Miedermann schrieb am 11.09.2009 15:02:
Schade dass dieser chaotische Kreisverband in Lübeck so wenig Gemeinsamkeiten mit der eigentlichen LINKEN in Berlin hat. Die Huberty ist noch harmlos. Die Machenschaften die da ablaufen sind vom Härtesten. Von konsequent sozial kann da keine Rede sein Mal sehn was als Nächstes kommt?
Gunnar schrieb am 11.09.2009 15:04:
Was maßt sich die Junge Union der CDU eigentlich an, wenn sie bestimmen will, was im Interesse von Frauen ist. Will sie im Einklang mit der kath. Kirche die Inquisition wieder einführen? Die Satansaustreibung hat der Papst aus Bayern ba bereits wieder legalisiert.
Noch bestimmen die Frauen i. Einklang m. d. GG selbst, was in ihrem Interesse liegt.
Knut schrieb am 11.09.2009 15:48:
Im Kern ist die Aussage extrem kinderfeindlich, erklärte Bernd Möller Grüne.
Was ist das denn? Ich dachte die Grünen sind gegen 218 und für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen.
Da bereitet wohl einer schon schwarz-grün vor.
Hoermen schrieb am 11.09.2009 16:18:
Schade, dass bei manchen Kommunalpolitikern der Anspruch an die eigene Bildung so gering ausfällt. Aber leider ist das bei den "Linken" scheinbar Parteiprogramm.
roland schrieb am 11.09.2009 16:23:
Für Frau Huberty spricht Art.5 GG. Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Frau Huberty hat mit ihrem Essay nicht gegen Gesetze verstoße Eine politische Auseinandersetzung ist zulässig. Es besteht jedoch kein Grund für Frau Huberty sich zu entschuldigen oder auf ihr Mandat zu verzichten. Wer dies fordert, sollte zunächst einmal über die Verfassung und das Wesen der Demokratie nachdenken.
Betze schrieb am 11.09.2009 19:46:
Das Frau Hubertys Aussage, die jeder nach seiner pers. Einstellung beurteilen kann, jetzt auf die gesammte Linke abgewälzt wird, kommt der Strategie von CDU/Grünen sehr entgegen. Die Angst vor Machtverlust läßt diesen Politikern nicht nur graue Haare wachsen, nein man verstärken populistischen Anklagen.
Frau Huberty hat sich entschuldigt, was erwartet man noch mehr?
amoruritme schrieb am 13.09.2009 23:58:
wenn man irgendeine andere menschengruppe als "larven" bezeichnete, würden die verteidiger dieser dame wohl anders reden aber kinder sind hilf- und machtlos. was sie und ihresgleichen tun sollen? sofort zurücktreten was sonst? in der art nur ein bissl "undeutlicher" weitermachen?
amoruritme schrieb am 14.09.2009 09:18:
was hätten die verteidiger hubertys gesagt, wenn sie nicht kinder, sondern irgendeine andere menschengrupope als "larven" bezeichnet hätte? hätten sie von "meinungsfreiheit" geredet? menschenverachtung und meinungsfreiheit: erkläre mir doch jemand DIESE "dialektik"...
was tun? zurücktreten alle, die ihr nicht widersprochen haben
amoruritme schrieb am 15.09.2009 22:26:
kinderverachtungs-hyperfeminismus:
http://no218nofundis.wordpress.com/2009/09/15/hetze-gegen-linke-abtreibungsrechtlerin/
zitat:
Abtreibung ist niemals Mord. Bei einem Embryo oder Fötus handelt es sich nicht um ein soziales Wesen. So lange der Embryo Teil ihres Körpers ist, liegt die Entscheidung darüber ausschließlich bei der Frau.
dh: tötungserlaubnis bis zum tag vor der geburt?
udo steffen schrieb am 06.01.2010 14:07:
Nach Hubertys Logik darf man kinder bis zum dritten Lebensjahr töten. Warum nur bis dahin? Die Linke hatte, als sie sie sich noch sed nannte,in ca 100.000 Fällen gezeigt, was ihr ein Menschenleben bedeutet. Alles für den "sozialen Fortschritt".Schade, dass Frau Hubertys Mutter so wenig eMANNzipiert war...Dann wäre uns diese neue Rechtferigung von Kindesmord erspart geblieben.
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