Folge: Das marode Aqua Top wird nun doch nicht im Frühjahr abgerissen. Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) kündigte ein Spitzengespräch Ende Januar/Anfang Februar an. Bringt das auch nichts, helfe nur noch die harte juristische Auseinandersetzung.
„Wir hatten bereits die mündliche Zusage für den Abriss“, berichtete der Senator, „doch Maritim hat nicht unterschrieben.“ Er habe den Eindruck, die Hotelgesellschaft „will den Abriss nicht mehr“. Damit habe sich der Deal erledigt. Halbedel: „Wir können uns nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. Unsere Deadline ist erreicht.“
Zwischen Maritim und Stadt gibt es seit langem ein zähes Ringen. Maritim will Hotelzimmer in Eigentumswohnungen umwandeln, die Stadt will das seit Ende 2003 geschlossene Spaßbad endlich abreißen und an der Stelle einen Hotelneubau genehmigen. Zuletzt schienen sich beide Seiten näherzukommen. Im Oktober wurde der Durchbruch verkündet. Kurz vor Weihnachten hieß es, der Abriss hänge jetzt nur noch an einer Feuerwehrzufahrt. Die städtische KWL hatte den 1,5 Millionen Euro teuren Abriss ausgeschrieben. Den Mietern im Aqua Top war gekündigt worden.
Kommt es im Spitzengespräch zu keiner Einigung, wird das Spaßbad weitere drei Jahre stehen, schätzt der Wirtschaftssenator. SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt sprach von einer „Unverfrorenheit, die Maritim sich erlaubt“.
phoenix schrieb am 12.01.2010 07:57:
Halbedel tut mir allmählich leid. Die nächste "Baustelle". Wer kann sich darüber noch freuen?
tja so ist das schrieb am 12.01.2010 09:30:
Warum leid tun? Wenn eer wollte, könnte er ohne Probleme aufhören. Außerdem haben doch nicht andere den Vertrag abgenickt. Selbstgemachte Leiden kann man da nur sagen.So wie bei anderen Verträgen in der Vergangenheit, und bei denen, die er gern noch abschließen würde. Peinlich ist so etwas
Andreas Asylanti schrieb am 12.01.2010 10:35:
H a l b e d e l von der CDU
Inventur in Lübeck bei der Hansestadt erforderlich -
Lübeck braucht dringend nach der Doppelten Buchführung auch Inventuren für die Hinterlassenschaften des Senators Halbedel. Am 31. März geht er - wirklich? Wieviele Eier legt er uns noch in den Korb, denn bald ist ja Ostern..... Die SPD sagt, daß er ein netter Kerl ist...Nett oder
R.F. schrieb am 12.01.2010 12:25:
Das ist die Strafe für die unfähigen Politiker, denen ein Hallenbad zur Renovierung zu teuer ist. Eine Touristenregion ohne Hallenbad ist doch nur noch kontraproduktiv - geht gar nicht, und warum soll sich das Maritim eine Konkurrenz vor die Nase setzen lassen.
G. Archut schrieb am 12.01.2010 13:42:
Die Lübecker Politiker sind zu unfähig Probleme zu lösen. Darum ist es an der Zeit
das Rathaus auszumisten.
Barbara Schmidt schrieb am 12.01.2010 15:44:
Tja, das kommt davon, wenn man sich auf mündliche Zusagen verlässt. Sitzen da nur Deppen im Wirtschaftssenat?
Giovanni da Vinci schrieb am 12.01.2010 17:33:
Hausfrau als Nachfolger Halbedels -
Jede Lübecker Hausfrau ist besser geeignet als Wirtschaftssenator Halbedel,so heißt es in weiten Bevölkerungskreisen. Einziger Verdienst des Wirtschaftssenators: Wallstraßen-Poller, Brücke über die Trave zu seinem Mietobjekt, Beschaffung dieses Grundstücks für eine Lübecker Grundstücksgesellschaft. Wird er in den Aufsichtsrat berufen? Verrückter Lohn in spe
Spökenkieker schrieb am 12.01.2010 18:01:
Touristen, die im Urlaub schlechtes Wetter erwischen und mit ihren Kindern nicht einmal ein Hallenbad vorfinden, dürften von HL-Travemünde enttäuscht sein. Besser ist es den FH zu finanzieren, damit die Lübecker woanders Touristen sein können. So ein Unfug.
E.T. schrieb am 12.01.2010 18:12:
Ein Skanal ist das Ich denke, da sind ganz andere Machenschaften am Werk. Wie lange soll das denn noch als Ruine stehen bleiben? Den besten Platz an der Lübecker Bucht läßt man so verkommen.Touristen will man anlocken, nur womit? Sehr sinnvoll den Mietern jetzt zu kündigen- das werden die sich bestimmt nicht so einfach gefallen lassen. Hierzu wäre eine Recherche der LN mal sehr interessant
Wolfram Plewa schrieb am 12.01.2010 18:18:
Fakt ist und bleibt, dass die Stadt Lübeck sich gegenüber dem Maritim verpflichtet hat, ein öffentliches Schwimmbad bereitzustellen.
Senatorenwatch schrieb am 12.01.2010 18:52:
Ranghöchster CDU-Politiker Lübecks steht vor Scherbenhaufen
Wirtschaftssenator Halbedel und 1. stellv. Bürgermeister, nach dem Flughafendesaster nun auch Aquaflopier. Er kostet uns Millionen. Nun beschafft er auch Rechtsanwälten Streitwertcoup über seine zu lange Dienstzeit hinaus. Und Saxe deckt alles zu. Ist der in Abhängigkeit geraten? Oder laissez-faire? Letzte Amtszeit?
exlübecker schrieb am 12.01.2010 19:40:
mein gott kriegt ihr in lübeck überhaupt mal irgendwas hin ???, ihr solltet euch in grund und boden schämen. gott sei dank gibt es noch schöne andere städte, deren besuch sich lohnt und die zeigen was sie alles bewerkstelligt haben. wir jedenfalls und viele meiner freunde und bekannten lassen lübeck mittlerweile links liegen
phoenix schrieb am 12.01.2010 22:40:
Ende der 60er haben wir demonstriert gegen den Bau des Maritim als Megahotel, das das verträumte Travemünde verschandeln sollte. Heute nun dieses Desaster und Eigentumswohnungen. Es ist der berühmte "Treppenwitz" der Geschichte. Ps. Damals waren wir jung und gegen alles. Wir hatten recht. Teilweise jedenfalls.
AquaStop schrieb am 13.01.2010 04:29:
Das paßt doch: Spaßbad stehenlassen, mit Gummiflauschbällchen füllen und den Wirtsschaftsausschuß zukünftig angemessen im Bällchenbad tagen lassen. Danach können die zufriedenen Teilnehmer von ihren Müttern wieder abgeholt werden oder draußen mit Gleichgesinnten noch ne Runde im Sand buddeln und Tunnel bauen und mit dem Aushub Schuldenberge. Eimer und Schaufel stellt die Stadt natürlich auch.
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