ln-online/lokales vom 09.02.2010 00:00
KGS Reinfeld soll nach Immanuel Kant benannt werden
Reinfeld – „Der Schüler soll nicht Gedanken, sondern denken lernen“ ist ein vielzitierter Satz des deutschen Philosophen Immanuel Kant (22. April 1724 bis 12. Februar 1804). Quasi „übersetzt“ bedeutet dies, die Lehrer sollen Lernbegleiter der Kinder sein und nicht allein nur Wissensvermittler. „Insofern passt dieser Leitsatz hervorragend zu unserem Schulbild“, sagte Renate Holfter, Pädagogische Leiterin an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Reinfeld, auf der Sitzung des städtischen Bildungsausschusses. Das Leitbild der KGS wird bestimmt durch die Schlagworte Selbstständigkeit, gewaltfreier Umgang, Offenheit und lebenslanges Lernen.Da die KGS zum kommenden Schuljahr (ab 1. August) in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden soll, will sich die Schule bei dieser Gelegenheit endlich auch einen Namen geben. Seit einem guten Dreivierteljahr erarbeitete daher eine Namensfindungsgruppe verschiedene Vorschläge, von denen letztlich „Kant-Schule Reinfeld, Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe der Stadt Reinfeld (Holstein)“ übrig blieb.
Bis auf Klaas Franzen von der CDU, dem der Philosoph der Aufklärung rein räumlich zu weit entfernt war und der sich daher am Ende auch eines Votums enthielt, stimmten die übrigen Mitglieder des Bildungsausschusses unter dem Vorsitz von Gesa Dunkelgut für diesen Vorschlag. Wenn auch mit zwei Einschränkungen beziehungsweise Erweiterungen und Verbesserungen: So möchten die Politiker keinesfalls auf den Vornamen Immanuel verzichten. Die Schule sah vor allem bei der Abkürzung IKS eine Verwechslungsgefahr mit der benachbarten Erich-Kästner- Schule (EKS).
Zudem regte Klaus Mangold, ehemaliger Direktor der Integrierten Gesamtschule Bad Oldesloe und SPD-Mitglied, an, die Schule sollte doch künftig auch Latein als Fremdsprache anbieten. Kant und seine Mitphilosophen hatten zu ihren Zeiten schließlich auch sehr viel auf Latein kommuniziert. Hier sieht Renate Holfter allerdings Probleme bei der Rekrutierung von Latein- Lehrern. Des Weiteren soll die Schule Kontakte oder Patenschaften mit der Geburtsstadt Kants, Königsberg, knüpfen.unk
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