ln-online/lokales vom 09.02.2010 00:00
Sparkasse Stormarn: 26 Jahre im Dienst der Kultur
Stolz auf ihre Jahresbilanz der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn: Jörg Schumacher und Martin Lüdiger (Kulturstiftung), Klaus Plöger (Landrat, SPD) und Johannes Spallek (Kulturstiftung, v. l.). Foto: KKS
Bad Oldesloe – „Es ist eine einzige Erfolgsgeschichte“, lobt Landrat Klaus Plöger (SPD) die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, die nunmehr im 26. Jahr Gutes tut. Die Stiftung, eine der ältesten im Kreis Stormarn, hat mittlerweile die magische Kapitalgrenze von zehn Millionen Euro überschritten. Darauf ist nicht nur der Landrat als Vorstandsmitglied der Stiftung stolz.
Allein im vergangenen Jahr flossen 714 000 Euro zum einen als Kapitalerträge (395 000), zum anderen als Spenden (266 000 Euro) in die Stiftung und erhöhten das Kapital auf 10 032 000 Euro. Dem gegenüber standen 2009 Ausgaben von 530 000 Euro und Investitionen von 879 000 Euro. Die hohen Investitionen flossen in das Naturerlebnis Grabau, dem „Kind“ von Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Stiftung. Die kulturelle Förder- und Vermittlungsarbeit lief auf Hochtouren.
Das vergangene Jahr stand aber auch im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Stiftung, das mit der Ausstellung „Kennfaden Kunst“ gebührend an mehreren Orten gefeiert wurde. Eine Auswahl von 150 Künstlerinnen und Künstlern, die bisher durch die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn durch Ausstellungen oder Stipendien gefördert wurden, zeigten ihre Werke.
Dass das Jubiläum gefeiert werden konnte, ist dem Nachhaltigkeitsgedanken zu verdanken, mit dem die Stiftung betrieben wird – und dem besonderen Finanzgebaren. Das Stiftungskapital ist ganz klassisch in Wertpapieren der Sparkasse angelegt und somit, wie Jörg Schumacher versichert, „stabil“. Von Einbrüchen auf Grund der Bankenpleiten keine Spur. Diese „Kontinuität“, so Dr. Martin Lüdiger vom Vorstand der Stiftung, sei „besonders wichtig“.
Nur so können auch weiterhin Projekte angeschoben, Kunstwerke angekauft, Künstler unterstützt und Heimatkunde und Heimatpflege nachhaltig betrieben werden. Im Kleinen wie im Großen: Derzeit lebt der 18. Stipendiat der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, Dirk Meinzer, in der Trittauer Wassermühle und arbeitet im Atelierhaus. „Die Künstler“, so der kulturelle Geschäftsführer der Stiftung, Johannes Spallek, „sind produktiv, schaffen viel. Sie haben Zeit zur Reflexion, können ohne ökonomische Not Neues ausprobieren“. Ein Stipendium, das sich bewährt hat. Wie auch der Bau des Atelierhauses und die Unterstützung für den Marstall in Ahrensburg. „Das sind Leuchtturmprojekte, es macht Spaß, sie weiterzuentwickeln“, so Lüdiger.
Und das ist auch in diesem Jahr geplant. Lüdigers Traum: Eine wechselnde Ausstellung in der Kunstgalerie der Sparkasse in Bad Oldesloe, die im November eröffnet wurde. Hier werden Werke gezeigt, die die Kulturstiftung aufgekauft hat – auch das ist Nachhaltigkeit.
In den letzten 7 Tagen schon 14 mal gelesen - zuletzt am 13.03.2010 um 09:29.
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