Das Bündnis hatte 300 Demonstranten angemeldet. Nach eigenen Angaben versammelten sich rund 150 überwiegend junge Leute. Flagge zeigten auch Politiker von SPD, Grünen und Linken sowie Kirchenvertreter. Die Nazis waren mit rund 40 Teilnehmern aus Kiel angereist. Bei ihrer Ankunft im Hauptbahnhof wurden sie von der Polizei in einen Bus der Stadtwerke begleitet, der sie zum Versammlungsort in der Obertrave brachte.
Die Demonstranten des Bündnisses verließen am Holstentor die von der Versammlungsbehörde vorgeschriebene Route und stürmten über die Obertravenbrücke ebenfalls an die Obertrave. Vor der Musikhochschule errichteten ungefähr 50 Demonstranten eine Sitzblockade. In rund 300 Meter Entfernung voneinander verharrten beide Gruppen für einige Stunden. Die Redebeiträge der Nazis während ihrer Kundgebung wurden von lautstarkem Protest der Gegendemonstranten unterbrochen. Dabei kam es bis zum frühen Nachmittag nur zu verbalen Scharmützeln.
Die Warm-up-Demo und die Mahnwache boten das Vorgeplänkel für die große Demo am 28. März. Seit 2006 nutzen die Rechtsextremen das Datum des allierten Bombenangriffs 1942 auf Lübeck für eine so genannte Gedenkveranstaltung. Dagegen mobilisiert regelmäßig ein Bündnis aus Kirchen, Parteien, gesellschaftlichen Organisationen und linken Gruppierungen. dor
Melanie schrieb am 22.03.2009 06:45:
Warum löst die Polizei die Demo der Linken nicht auf, wenn deren Teilnehmer von der angemeldeten Route abweichen, um Stunk zu machen ?
Auch kann ich nicht begreifen, warum Behördenangestellte eine Demo zur selben Zeit genehmigen, zu der bereits eine andere Demo genehmigt wurde.
Marco schrieb am 22.03.2009 11:18:
Weil die Demo von selbstden Veranstaltern aufgelöst worden ist, um Deine Frage zu beantworten.
Wie kommt man eigentlich darauf, daß es sich nur um eine Demo der Linken handelt?
Es handelt sich um ein breites Bündnis in Lübeck aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen und politischen Richtungen, die gegen die Nazis ihre Stimme erheben.
markus schrieb am 29.03.2009 09:39:
Wenn die polizei eine streckenänderung bekannt gibt muß sich die demo danach richten...und wenn leute die demo verlassen um stunk zu machen sind sie von da an keine demoteilnehmer mehr zum anderen warum sollten nicht 2 demonstationen gleichzeitig stattfinden??? zu protest gegen nazis kommt es zum glück immer...und dann doch lieber angemeldet
mag
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