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vom 16.07.2009 00:00
vom 16.07.2009 00:00
Stunk in der Union: Nur CDU-Freunde schippern mit der „Lisa von Lübeck“
Lübeck - Wer ist Freund der CDU, wer nicht? Diese Frage stellen sich derzeit einige in der lübschen Union – und wissen selbst nicht, ob sie sich nun als CDU-Freunde bezeichnen dürfen. Anlass dieser tiefsinnigen Gedanken innerhalb der Partei ist eine Einladung des bislang unbekannten Freundeskreises der CDU. Unterzeichner sind Fraktionschef Andreas Zander und Bürgerschaftsneuling Lars Rottloff.Am Sonntag chartert der Freundeskreis während der Travemünder Woche die „Lisa von Lübeck“, um auf der Ostsee zu schippern. An Bord des Kraweel-Nachbaus werden der CDU-Fraktionschef im Landtag, Johann Wadephul, und die Lübecker Landtagsabgeordneten Jutta Scheicht und Frank Sauter sein. Mit von der Partie sind Zander und Rottloff. Vor allem finden sich bekannte Namen aus der Wirtschaft auf der Gästeliste, die den LN vorliegt.
Doch sucht man weitere lübsche Unions-Prominenz – dann ist kein Land in Sicht. Das stößt offensichtlich einigen wichtigen und auch weniger wichtigen Menschen innerhalb der lübschen Union bitter auf. Die Retourkutsche gab es prompt: Die Fraktionssitzung war am Dienstagabend rar besucht – nur vier Unionspolitiker fanden den Weg nach Blankensee.
Die meisten CDU-Leute haben von der Freundesfahrt durch eine Internetveröffentlichung erfahren – auch der Kulturexperte Peter Sünnenwold. „Dem Freundeskreis der CDU gehöre ich wohl nicht an – wie viele andere der Fraktion auch“, unkt er. Erstaunt habe ihn die Nachricht der Schipperfahrt schon. Dass es eines Freundeskreis der CDU gibt, wusste er nicht.
Aufklärung gibt es von Kreischef Frank Sauter: „Das ist eine Arbeitsgruppe, die sich um den vorpolitischen Raum kümmert.“ An Bord seien Landespolitiker, weil man die Themen Landeshaushalt und HSH Nordbank besprechen wolle. Es geht unterm Strich um einen auserwählten Kreis, dem ein exklusiver Zugang zu den Unionspolitikern des Landes gewährt werden soll. Die Fahrt wird durch Spenden finanziert. Dass sich einige lübsche Unionsmitglieder ausgeladen fühlen, kann Zander nicht ganz nachvollziehen. „Man kann es nicht allen recht machen – und sonst hätte wir die ,Aida‘ chartern müssen.“
In den letzten 7 Tagen schon 5 mal gelesen - zuletzt am 08.09.2010 um 05:44.
Andreas Asylanti schrieb am 16.07.2009 13:42:
Tagesordnungspunkte:
Nachfolge des Finanzministers Wiegard
Nachfolge Vorst.-Vorsitzender Nonnenmacher HSH
Nachfolgekandidat Carstensen
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