Ein schwer umstrittenes Einwanderungsgesetz tritt in Arizona in Kraft. Am Freitag gab Gouverneurin Jan Brewer dem in seiner Härte landesweit beispiellosen Gesetz zur Eindämmung der illegalen Immigrantenflut grünes Licht.
Ungeachtet Tausender Protestierender vor dem Staats-Kapitol in Phoenix, setzte sie ihre Unterschrift unter das Papier, das am Montag das Parlament des Bundestaates passiert hatte. Dies sei ein «Schritt vorwärts zum Schutz des Staates Arizona», sagte Brewer. Unter anderem verpflichtet das Gesetz jeden Immigranten, stets die Einwanderungsdokumente bei sich zu tragen. Zivilisten dürfen ihre Mitbürger bei Verdacht auf Illegalität an die Polizei verraten und diese zu Kontrollen zwingen. US-Präsident Barack Obama hatte das Gesetz zuvor in Washington als «irregeführt» kritisiert. Er will es auf seinen Einklang mit der amerikanischen Verfassung überprüfen lassen.
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