Dieter Wedel (67), Theater- und Fernsehregisseur, schwankt derzeit zwischen zwei Extremen: DDR und Mallorca. Das sind die beiden konkreten Alternativen für sein nächstes Filmprojekt, wie Wedel («Der große Bellheim») der Nachrichtenagentur dpa sagte.
Schon länger trägt er sich mit den Überlegungen für eine Mallorca-Komödie. Das Problem: Derzeit sei es schwierig, Ansprechpartner bei der dortigen Regierung und Behörden zu finden. Nachdem Anfang des Jahres die Regierung der balearischen Inseln an Korruptionsvorwürfen zerbrochen war und es weitere Skandale gebe, sei es derzeit schwer, an jemanden heranzukommen. «Ich lebe dort ja seit zwölf Jahren und kenne die alle», sagte Wedel.
Das zweite Thema, das Wedel auf dem Schirm hat: der letzte Staatszirkus der DDR und die Versuche, ihn in die Marktwirtschaft zu überführen. «Ein unglaubliches Ding», sagte Wedel. Er habe erst kürzlich wieder zwei Kisten mit Material zu dem Thema bekommen. Derzeit lasse er es aber etwas ruhiger angehen, berichtete der Regisseur, der auch Intendant der Wormser Nibelungenfestspiele ist. «Das letzte Jahr war sehr turbulent für mich.» 2010 war Wedels Werk «Gier» in der ARD gelaufen.
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