Tags zuvor hatte der 36-Jährige von Peter „Opa“ Linke, dem Chef des Drittligisten TSV Altenholz, die Freigabe erhalten. Schweren Herzens. Denn Greve, geboren in der Nähe von Eckernförde, steht neben „Opa“ wie kaum ein anderer für Altenholz. 13 Jahre, 700 Zweitliga- Spiele, mehr als 1500 Tore – das sind die Eckdaten des Ex-Flügelflitzers, für den „Wolle“ Schwenke, der Ex-Schwartauer, der „prägendste Trainer“ war. Im November 2009 schlüpfte er selbst in die Coach-Rolle, hielt mit Altenholz die Klasse und führte sie jetzt, nach Abstieg und Umbruch, auf Rang vier. „Ich hinterlasse eine intakte Truppe“, sagt Greve, „aber diese Chance, diese reizvolle Aufgabe in solch einem Traditionsverein, die wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich freue mich.“
Für VfL-Chef Sven Jonas (feierte am Sonntag seinen 30. Geburtstag) ist Greve der „absolute Wunschkandidat“. Sportchef Michael Friedrichs hält ihn für top: „Torge kennt die Mannschaft, die Liga, er passt zu uns.“ Und damit meint er auch das Gehaltsgefüge. Eine Dreiviertelstelle als Lehrer für Mathe und Sport an einer Kieler Grundschule gibt Greve die Sicherheit und den Spielraum für den Zweitjob. Und er hat die Rückendeckung der Familie (Lebensgefährtin Janina; Sohn Fynn/6 Monate), mit der er in Kronshagen wohnen bleibt: „Janina zieht voll mit. Ohne Handball kann ich nicht. Das weiß sie.“ Greve hatte auf lange Sicht ohnehin die Bundesliga im Visier, büffelt deshalb parallel für den A-Schein als Trainer.
Heute will Greve den bis zum 30. Juni 2013 laufenden Vertrag unterschreiben. Neue Spieler bringt er nicht mit, er will sie auch nicht: „Dass die Mannschaft da unten steht, hat mich wirklich überrascht. Ich bin aber überzeugt, dass sie stark genug ist, um die Klasse zu halten. Wir wollen so schnell wie möglich von den Abstiegsplätzen weg.“
Erster Anlauf am Sonnabend: Dann kommt die insolvente HSG Düsseldorf in die Hansehalle (19 Uhr). jek
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