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vom 08.02.2012 00:00
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Die Handschrift des neuen Schwartauer Trainers
 
Lübeck – Den ersten Sieg, das 29:22 gegen die HSG Düsseldorf – Torge Greve wollte das nicht einfach so abhaken.

Schwartaus Neuer auf der Trainerbank setzte sich am freien Sonntag vor die „Glotze“ und sezierte die Handball-Partie noch einmal Szene für Szene.

Dass die Einstellung grundsätzlich gestimmt hat, der Ball sehr gut gelaufen ist, das Überzahlspiel verbessert war – all das hat ihm gut gefallen. Auch die Einzelleistungen von „Tormaschine“ Jan Schult und Torhüter Ariel Panzer. Die Zahlen, die er von „Statistiker“ Thomas Kähler erhalten hatte, bestätigten seinen Eindruck. 16 Würfe, 10 Tore, drei Holztreffer. Kraftpaket Schult sprühte nur so vor Wurflaune, war auch maßgeblich an der guten Angriffseffektivität (67 Prozent) beteiligt. Auch wichtig: Panzers Paraden (15 insgesamt). Der Keeper gab der Abwehr nach der Pause den zuvor vermissten Halt. Die Defensive – Greves Steckenpferd: „Da fehlte mir noch zu oft die Abstimmung, da müssen wir im Training ran.“

Und das künftig auch montags. Greve will – anders als seine Vorgänger Thomas Knorr und Tobias Schröder – seine Jungs zum Wochenbeginn auch mit dem Ball in der Halle sehen. Das Krafttraining fällt allerdings nicht hinten über, muss zuvor in Kleingruppen absolviert werden. Die neue, andere Handschrift des Trainers war auch schon auf dem Spielfeld zu sehen. So bekam Regisseur „Matze“ Hinrichsen, der zuletzt unter Schröder kaum noch zum Einsatz kam, vermehrt Spielanteile – und das von Beginn an. Jugend-Nationalspieler Markus Hansen, unter Schröder der Mann für die Abwehr, schmorte derweil 60 Minuten auf der Bank. „Das war eine reine Bauchentscheidung“, erklärte Greve, „ich habe den Spielern vertraut, die ich kenne und die im Training einen guten Eindruck hinterlassen haben.“ Hansen sei bei ihm keinesfalls außen vor: „Markus wird seine Einsatzzeiten bekommen.“ Keine Frage: Greve und die Mannschaft sind noch in der Kennenlernphase. „Doch der Sieg hat einiges erleichtert“, gibt der 36-Jährige zu.

Und der wurde auch in seinem alten Altenholzer Team erfreut zur Kenntnis genommen. „Kurz nach dem Sieg gab es bereits die ersten Glückwunsch-SMS, doch die konnte ich sofort zurücksenden“, berichtete der Kieler. Der TSV hatte in Oranienburg gesiegt, bleibt Drittliga-Vierter. Und der VfL ist unter ihm zum ersten Mal weg von den Abstiegsrängen. Greve: „Und das soll auch so bleiben.“ jek

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