Lübeck – Nach gut zehn Stunden Schwerstarbeit auf sechs Kampfflächen war auch der 26. Holstentor-Pokal Geschichte. 600 zumeist jugendliche Karateka aus 75 Vereinen, darunter auch Nationalkader-Talente aus Dänemark und Polen sowie Asse aus den Niederlanden, hatten ihr Können gezeigt und wurden dafür mit glänzenden Trophäen belohnt. Während die Wanderpokale für die besten Kumite-Teams an den Harburger TB (Frauen) und Nippon Bremerhaven (Männer) gingen, sicherte sich die TSG Bergedorf mit sechs Gold-, drei Silber- und vier Bronzerängen den Sieg in der Vereinswertung vor Nippon Bremerhaven (5/1/0) sowie den dänischen Teams aus Greve (4/6/9) und Gladsaxe (4/3/8).
Immerhin je einmal Gold und Silber feierte der VfL Geesthacht durch Kevin Schmidt (Kata U14) und Sofja Stanevics (Kata U9). Für den TSV Reinbek erklomm Ü30- Routinier Boris Paschold das oberste Treppchen in der Kata-Konkurrenz (ab 10. Kyu). Nach der letzten Siegerehrung hatte Sven Ferner, Vorsitzender des gastgebenden Karate-Dojo Lübeck (KDL), Zeit zum Verschnaufen und bilanzierte auch mit Blick auf die Schüler-DM am kommenden Sonnabend an gleicher Stelle: „Das Ganze ist zur Zufriedenheit aller Teilnehmer verlaufen. Es gab nur positive Rückmeldungen zur Organisation des Turniers, den Kampfrichterentscheidungen und der angebotenen Verpflegung. Insofern sind wir als Ausrichter für die DM gerüstet.“
Allerdings musste der 38-Jährige einräumen: „Leider waren die Ergebnisse unserer KDL-Starter sehr enttäuschend. Das lag eventuell an der Nervosität der häufig noch sehr jungen Starter und etlichen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen, aber natürlich auch an den starken Gästen.“
So mussten sich Ferner & Co. vor Heimkulisse mit drei dritten Plätzen durch Katrin Isaev (U11), Monique Dwenger (U16, beide Kata) und Junioren-Landesmeister Sascha Meyer (U18, Kumite) begnügen. Bei ihrer persönlichen Generalprobe für die große DM-Premiere gingen die beiden KDL-Kids Jan-Eric Tamm (10) und Christoph Löser (13) sogar gänzlich leer aus.
Auch für Rot-Weiß Moisling lief es suboptimal, auch weil mit Bayram Ali-Özteke (12) und Leah Stadnitschnko (9) zwei der größten RWM-Talente beim Bundeskader-Lehrgang in Maintal weilten. So fand Spartenleiter Heinz-Dieter Lahann ebenfalls nur drei seiner Zöglinge auf der langen Pokal-Platzierungsliste: Ömer Onar (17) landete auf dem Silberrang, während seine Kata-Kollegen Lisa Marie Jung (10) und Thomas Mertens (15) jeweils Dritter wurden. Mit den beiden zwölfjährigen Maya Nüßgen und Xenia Dittmann sowie Kata-Landesmeister Bayram Ali-Özteke hat Moisling am Sonnabend drei Eisen im DM-Feuer.oel
Kommentare powered by Disqus. Unsere Nutzungsbedingungen.





