Segeln an der Ostseeküste
Rund 2500 Kilometer deutsche Ostseeküste von der dänischen bis zur polnischen Grenze. 535 Kilometer von der Flensburger Förde bis zur Lübecker Bucht, weitere 381 Kilometer Außenküste und 1562 Kilometer Bodden- und Haffküste in MV. Die Ostseeanrainer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bieten auf diesem langen Kanten 302 Marinas und Sportboothäfen. Ein Paradies für maritime Touristen, ein Paradies für Segler.
„Die meisten Menschen sterben in einem Krankenhaus", weiß die erfahrene Seelsorgerin der Oldesloer Klinik, Pastorin Luise Müller-Busse (48). „Deshalb ist es wichtig, dass sich Kliniken damit beschäftigen, wie Menschen sterben, wie die Sterbenden und Angehörigen dabei begleitet werden und auch, wie sie Abschied nehmen können“, sagt sie. Bis vor kurzem war der hierfür vorgesehene Raum in der Oldesloer Klinik noch im Still der 70er Jahre gehalten: Weiße Wandfarbe, ein großes, hölzernes Kreuz zum Haupt des Verstorbenen, wuchtige, große Ständer mit dickbauchigen Kerzen rechts und links, Eichenholzdecke.
Nach einer völligen Umgestaltung ist es nun ein Raum des Abschieds, der den Menschen in ihren schweren Stunden Geborgenheit und Würde ermöglichen soll: Warme Regenbogenfarben an den Wänden des langen Flures im Kellergeschoss geleiten die Betroffenen bis in den Abschiedsraum. Auch dort werden sie von den transparenten Farben und darüber hinaus von drei Werken des Stormarner Künstlers Siegfried Assmann empfangen: Drei trauernde Frauen zeigt die Darstellung zur rechten Seite, zwei Boten Gottes sind links vertreten. Für Pastorin Luise Müller-Busse weisen beide Werke auf die große Darstellung in der Mitte. „Das Leid ist nicht wegzudiskutieren“, aber es gibt einen Weg hinaus", versteht sie die Botschaft der Ölgemälde.
Der 84-jährige Stormarner Künstler hat im Laufe seiner Schaffenszeit bereits in 84 Kirchen gearbeitet, Fenster und Altäre gestaltet. Auch den in der Klinik befindliche Raum der Stille hat er ausgestaltet. Die Neugestaltung des Abschiedsraums hat Assmann nach Abstimmung mit dem Klinischen Ethik-Komitee und einer initiierten Projektgruppe, bestehend aus der Seelsorgerin, dem Geschäftsführer der Klinik, Andreas Tüting (39), dem Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin Dr. Rolf Busack und dem stellvertretenden Pflegedienstleiter Joachim Skroblin, umsetzen können.
Die Kosten hierfür bewegen sich im fünfstelligen Bereich, „das kann man gerne hervorheben“, sagt der Geschäftsführer der Klinik anlässlich einer kleinen Einweihungsfeier. Die Initiative zur Umgestaltung des Abschiedsraumes ging vom Förderverein der Klinik aus, der auch die maßgeblichen Kosten trug. „Mit der neuen Gestaltung dieses Raumes hat die Klinik ein wichtiges Zeichen gesetzt“, freut sich Pastorin Luise Müller-Busse. „Sie gibt dem Tod einen Raum und den Angehörigen einen würdigen und tröstlichen Rahmen, um auf dem Weg der Trauer weiterzukommen.“
Ähnliche Meldungen im Archiv suchen 
Nach Stichwörtern:
Bad Oldesloe
Abschiedszimmer
Asklepios-Klinik



