"Alinghi will den America's Cup auf Teufel komm raus zum Alinghi Cup machen", schimpfte BMW Oracle Racings Sprecher Tom Ehman, nachdem die Schweizer ein modifiziertes Regelwerk für das Match vor Valencia veröffentlicht hatten. Ehman beschuldigt die Eidgenossen erneut der unrechtmäßigen einseitigen Regelgestaltung. Die Amerikaner haben dagegen bei der internationalen Jury Protest eingelegt.
Zudem hat das US-Team bereits vor einer Woche beim zuständigen New Yorker Gericht Klage gegen die angeblich illegal in den USA hergestellten Segelbahnen für Alinghis Regattasegel eingereicht. Das Urteil steht noch aus. Alinghis Boss Ernesto Bertarelli wies die Anschuldigungen seiner Gegner scharf zurück: "Unsere Segel basieren auf Schweizer Technologie und sind in Villeneuve in der Schweiz hergestellt worden."
Falls das amerikanische Rechtssystem ihren Gebrauch verbieten sollte, wäre dies, als würde man von Roger Federer verlangen, seinen Titel ohne Tennisschläger zu verteidigen. Die beiden seit Juli 2007 erbittert um Macht und Recht im America's Cup ringenden Teams bereiten sich im Schatten ihrer Dauerfehde in Valencia auf das Duell vor. Nachdem Alinghi seinen Katamaran bereits am 15. Januar erstmals im Revier vor Valencia getestet hat, absolvierten die Amerikaner den ersten Trainingseinsatz mit ihrem Trimaran am 19. Januar. Ungeachtet aller Klagen signalisierten zuletzt beide Segelsyndikate ihre Einsatzbereitschaft für den 8. Februar auch für den Fall ausstehender Gerichtsentscheidungen.




