Mit bis zu 14 Grad herrschten fast frühlingshafte Temperaturen vor der spanischen Mittelmeerküste. Das mit Spannung erwartete erste Duell der Cup-Giganten Alinghi und BMW Oracle Racing kann erst in zwei Tagen fortgesetzt werden, da die Cup-Stiftungsurkunde von 1887 vorsieht, dass zwischen jedem gesegelten Rennen mindestens ein Wochentag liegen muss. Die Wartezeit erinnerte viele der mehr als 800 Journalisten in Valencia an die Tage vor dem 32. America's Cup, dessen erstes Rennen 2007 erst mit neuntägiger Verspätung beginnen konnte.
Für die Teams bedeutet die Verschiebung eine weitere nervliche Belastungsprobe. Nach dem zweieinhalbjährigen Gerichtsstreit hatten alle Beteiligten den Start auf dem Wasser herbeigesehnt. "Wir wollen endlich segeln und sehen, wo wir stehen", sagte Alinghis Chefdesigner Rolf Vrolijk. Team-Besitzer Ernesto Bertarelli fügte nach dem verschobenen Start hinzu: "Mir ist jetzt etwas kalt, wir waren schließlich fast zehn Stunden lang draußen."
An der Crew-Aufstellung der Teams wird sich voraussichtlich nichts ändern: Bei den Eidgenossen steht der 44- jährige Eigner Bertarelli am Rad, für das US-Team steuert der 30-jährige Australier James Spithill. Alinghi tritt mit 14 Crewmitgliedern, darunter drei Schweizern, an. Die Amerikaner setzen auf eine Zehn-Mann-Besatzung mit nur einem Amerikaner an Bord. Besitzer Larry Ellison und Teamchef Russell Coutts sind nicht im Einsatz.
Die Meteorologen sagen eine Wetterverschlechterung vorher, die zwar kühlere Temperaturen, aber auch den gewünschten Wind mit sich bringen könnte. Das 33. Cup-Duell wird im Modus "Best of Three" ausgetragen: Wer zuerst zwei Siege verbucht, gewinnt die Regatta um die älteste Segel-Sporttrophäe der Welt.




