England im Jahr 1935. Der kleinwüchsige jüdische Boxer Seth Roach, bekannt auch als Sinner, wird nach einem gewonnenen Kampf von einem Gentleman angesprochen, der sich als Philip Erskine vorstellt.
Der reiche Hobby-Wissenschaftler ist bei einer Expedition auf einen Käfer mit einer interessanten Musterung gestoßen. Erskine tauft den Käfer «Anophthalmus hitleri». Nun will er seine Forschungen auf Menschen ausdehnen.
Auf einer zweiten Erzählebene kehrt Ned Beauman in seinem Romandebüt «Flieg, Hitler, flieg!» zurück ins England der Gegenwart: Kevin Broom ist Sammler von Nazi-Devotionalien. Als er einen Brief Adolf Hitlers an einen gewissen Doktor Erskine entdeckt, erhält er Besuch von einem Auftragskiller. Der noch recht junge, 1985 geborene Autor Ned Beauman, auch Experte für Comics, betrachtet in seinem ersten schrägen Roman «Flieg, Hitler, flieg!» das historische Umfeld auf seine eigene freche Art.
(Verlag Dumont, Köln, 271 S., Euro 19,95, ISBN 978-3-8321-9541-0)
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