Eine „Entlobung“, die auch für ihn persönlich Konsequenzen haben könnte.
Überrascht habe ihn die Entwicklung nicht, betont Clausen. Der VfB habe zwar „alles getan, was er im Rahmen seiner Möglichkeiten tun konnte“, aber auch wieder Rückschläge in seiner Entwicklung einstecken müssen. Einen Zusammenschluss anzustreben, von dem beide Vereine profitieren, sei dennoch richtig gewesen. „Der VfB hat uns schließlich die Hilfestellung gegeben, die nötig war, um diese Zweitliga-Saison gewährleisten zu können“, betont Clausen und hofft: „Vielleicht hat dieser Versuch ja zumindest der wirtschaftlich so starken Region Stormarn klar gemacht, dass 2. Frauen- Bundesliga in Bad Oldesloe keine Selbstverständlichkeit ist. Das muss auch die Stadt begreifen.“ Zumal Zweitliga-Fußball bei den Frauen nicht teurer sei als ein Verbandsliga-Team bei den Herren.
Für die neue Saison fordert Clausen: „Es muss gelingen, nicht hinter den aktuellen Stand zurückzufallen.“ Ein Zweitliga- Team, bei dem nicht einmal Fahrgeld gezahlt wird, sei nicht mehr denkbar. „Das kann man von den Spielerinnen nicht erwarten. Es ist schon bemerkenswert, dass das vier Jahre lang gutgegangen war.“
Ob es dem Verein gelingt, den Status Quo wenigstens zu erhalten, vermag Clausen nicht zu beantworten. „Ich bin für den sportlichen Bereich zuständig. Und da gilt es, alles zu unternehmen, damit wir die 2. Liga halten. Die Mannschaft hat den Ehrgeiz, das zu schaffen. Egal wie es danach weitergeht.“
Die Zukunft ist ungewiss. Auch bei Clausen: Bei einem Abstieg, egal ob sportlich oder finanziell bedingt, könne „es durchaus sein, dass ich sage: Ich mache nicht weiter“. Letztlich komme es auf die Rahmenbedingungen und die Perspektive an. Und die ist momentan noch nicht erkennbar. ing
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