Hamburg/Lübeck – Vor genau sechs Wochen sorgten Krawallmacher des VfB Lübeck, FC St. Pauli und HSV beim Schweinske-Cup in der Sporthalle Hamburg für ein Chaos. Bei den schweren Ausschreitungen wurden rund 100 Personen verletzt. Polizei musste massiv einschreiten, das Turnier wurde abgebrochen.
„Wir sind entsprechend sensibilisiert und gut aufgestellt“, sagt Andreas Schöpflin, Polizei-Pressesprecher in Hamburg vor dem heutigen erneuten Aufeinandertreffen der Fangruppen von St. Pauli und Lübeck. „Die Trennung der Blöcke am Millerntor ist aber wesentlich besser möglich als in der Sporthalle. Das ist nicht vergleichbar“, sagt Schöpflin. Die Polizei rechnet mit 100 bis 150 Anhängern aus Lübeck, die weit entfernt von den Paulianern im Stadion untergebracht sind.
Normalerweise beginnen die Regionalliga-Partien am Freitag gegen 19 Uhr. Die Polizei aber wollte auf keinen Fall ein Abendspiel. Ursprünglich war die Anstoßzeit auf 13 Uhr festgelegt worden. Sie wurde dann auf Bitten der Vereine auf 15 Uhr korrigiert.
Der Polizei kommt entgegen, dass die Zweitliga-Mannschaft des FC St. Pauli ebenfalls heute antritt – auswärts um 18 Uhr beim MSV Duisburg. „Ein Großteil der Problem-Fans fährt nach Duisburg“, glaubt Schöpflin. Und die seien dann schon weg, wenn die Lübecker in Hamburg einträfen.
Auf Grund der Vorfälle hat der Kreisvorsitzende und sicherheitspolitische Sprecher der FDP, Carsten Stier, die Einrichtung eines Spezialdezernats seitens der Lübecker Staatsanwaltschaft begrüßt. „Sollte es trotz aller Bemühungen auch weiterhin zu Ausschreitungen kommen, so wird zu prüfen sein, ob die einzelnen Risikospiele, zum Beispiel gegen Holstein Kiel, zunächst zeitlich auf die Saison begrenzt, gänzlich ohne Zuschauer stattfinden sollten“, sagte Stier.PWD
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