Der zweite Auswärtssieg, das 33:30 beim ASV Hamm-Westfalen, es hatte Substanz gekostet. „Doch zum Glück sind es keine schwerwiegenden Verletzungen“, atmete der Coach mit Blick auf die „Sorgenkinder“ etwas auf.
Jan Schult: Der Torjäger war umgeknickt. Doch Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Paul gab Entwarnung: „Da ist nichts gerissen, nichts gebrochen. Jan hat eine Einblutung am Vorderfuß.“ Der Doc ordnete zwei Tage Trainingsverbot an.
Ariel Panzer: Der Deutsch-Argentinier, der sich bei einer Abwehraktion am Oberschenkel verletzt hatte , unterzog sich noch in Hamm einer Ultraschalluntersuchung, die eine Zerrung offenbarte. Der Torhüter kuriert sich bis morgen bei seiner Frau in Düsseldorf aus.
Toni Podpolinski: Der Rückraumrechte biss trotz Grippe auf die Zähne, ist aber wieder fit.
Marcel Schliedermann: Die HSV-Leihgabe spielte aufgrund einer Mandelentzündung nicht, hat vorerst Trainingsverbot. Paul: „Wir haben noch einmal seine Blutwerte überprüft, ihn zum Kardiologen geschickt. Da die Entzündung zuletzt häufiger aufgetreten ist, wollen wir nichts riskieren.“
Greve hofft, dass das Quartett am Sonnabend gegen den HC Empor Rostock (19 Uhr, Hansehalle) wieder dabei ist. „Nordderby, Abstiegskampf, beide Teams liegen nur drei Punkte auseinander – muss ich mehr über die Bedeutung der Partie sagen?“ Greve sieht in dem Spiel für seinen VfL die Riesenchance, „dass wir uns Luft nach unten verschaffen können“. Denn Rostock ist trotz zweier Neuzugänge – der Kroate Kreso Ivankovic und Rechtsaußen Christoph Wischnewski – angeschlagen. Gegen Leipzig gab Empor im Ostduell eine Fünf-Tore-Führung her, verlor 28:29 und mit Gabor Langhans (Knieverletzung) den in dieser Saison bisher besten und torgefährlichsten Rückraumspieler (112 Treffer). „Es wird so oder so in der Partie brodeln“, ahnt Schwartaus Sportchef Michael Friedrichs. Und Geschäftsführer Sven Jonas geht angesichts eines sehr guten Kartenvorverkaufs von „einer vollen Hütte“ mit mehr als 2000 Zuschauern aus: „Für beide Teams geht es um sehr viel.“
Greve setzt derweil auf den aus Hamm mitgebrachten Rückenwind. Aus einer Top-Teamleistung ragten für ihn noch Keeper Tobias Mahncke („Er war auf die Sekunde da“) und das Spielmacher-Duo Hinrichsen/Todosijevic („Beide haben sich super ergänzt“) heraus. Ein Trio, das zuletzt kaum bis gar nicht im Rampenlicht stand. Greve freut’s: Er hat im Abstiegskampf drei Optionen mehr.
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