Drei Siege, Ziel erreicht - die deutschen Volleyball-Frauen haben die Fahrkarte zur Weltmeisterschaft 2010 in Japan gelöst.
«Wir haben ein ganz wichtiges Ziel dieser Saison geschafft, eigentlich sogar das wichtigste», stellte Bundestrainer Giovanni Guidetti im niederländischen Almere glücklich fest, nachdem seine Schützlinge sich mit dem 3:0 (25:14, 25:22, 25:23) gegen Slowenien vorzeitig die WM-Teilnahme gesichert hatten. Das bedeutungslose letzte Spiel am Sonntag gegen den ebenfalls qualifizierten Gastgeber Niederlande gewann das deutsche Team auch mit 3:0 (25:23, 25:20, 25:18).
Nach dem schwer erkämpften 3:2-Erfolg über Außenseiter Aserbaidschan zum Auftakt des WM-Qualifikationsturniers hielt die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) gegen Slowenien trotz einiger Schwächen im zweiten und dritten Satz dem Druck stand und behielt die Nerven. «Die Mannschaft hat Qualität gezeigt. Ich bin sehr stolz auf das Team», sagte Guidetti. «Der Druck war schon sehr hoch, aber wir haben die entscheidenden Situationen gemeistert, und darauf können wir stolz sein», meinte Kathleen Weiß, die beim niederländischen Club Amstelveen unter Vertrag steht.
Auf der Rückfahrt von der Halle ins Hotel feierten die deutschen Frauen ihren Erfolg mit Sieges- und Stimmungsliedern. «Japan, wir kommen», schallte es laut durch den Bus. DVV-Sportdirektor Günter Hamel freute sich mit der Mannschaft: «Die WM-Teilnahme wird das Team weiter entwickeln, was sich natürlich auch auf den Verband positiv auswirken wird.» Die überragende Margareta Kozuch, die beim italienischen Spitzenclub Novara engagiert ist, dachte aber schon an die kommenden Aufgaben: «Jetzt stehen erst Mal der Grand Prix und die EM an, wo wir ebenfalls erfolgreich sein wollen.»
Bei der ersten Station des Grand Prix in Rio de Janeiro (31. Juli bis 2. August) trifft das DVV-Team auf Olympiasieger Brasilien, den Olympia-Zweiten USA und Puerto Rico. Bei der Europameisterschaft in Polen (23. September bis 4. Oktober) sind Italien, die Türkei und Frankreich die deutschen Vorrundengegner.
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