Es sollte neue Zielgruppen ansprechen, doch das Zeichenbrett "uDraw" entwickelt sich zum Desaster für Publisher THQ: Das Unternehmen sitzt auf 1,4 Millionen unverkauften Exemplaren für Xbox 360 und PlayStation3. Ein unerwarteter Rückschlag für die Firma, verkaufte sich die Peripherie für die Wii doch blendend. Bleibt zu hoffen, dass THQ einen Abnehmer für die Hardware findet und dem "uDraw" nicht dasselbe Schicksal wie Robbie Williams' Album "Rudebox" teilt: Die überschüssigen CDs wurden in China im Straßenbau verwendet. Besser lief es für THQ mit dem abgedrehten Actionspiel "Saints Row: The Third", das weltweit 3,6 Millionen Mal über die Ladentheken wanderte - gefolgt vom Wrestling-Spiel "WWE 12", das zwei Millionen Abnehmer fand. Nicht genug, um die Firma in die schwarzen Zahlen zu bringen. Ende Dezember betrug der Nettoverlust für das dritte Quartal 55,9 Millionen US-Dollar, der Umsatz verringerte sich um zehn Millionen auf 305 Millionen US-Dollar. Als Konsequenz müssen 240 Angstellte ihren Hut nehmen, der Vorstand verzichtet auf einen Teil seines Gehalts, und das Digitalgeschäft rückt stärker in den Fokus. Insgesamt will sich THQ gesund schrumpfen, auf teure Lizenzen verzichten und stattdessen eigene Marken schaffen.
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