Schöne Bescherung: Laut Nintendo-Chef Satoru Iwata kommt der Wii-Nachfolger Wii U an Weihnachten weltweit in den Handel. Details zur Hardware bleiben die Japaner jedoch nach wie vor schuldig, der Wii-Nachfolger soll angeblich doppelt so leistungsstark sein wie die Xbox 360. Auch gibt es Gerüchte, dass die Wii U eventuell noch umbenannt werde. Demnach fürchtet Nintendo, dass die neue Konsole von den Kunden nicht als eigenständiges Gerät, sondern lediglich als Erweiterung aufgefasst würde. Die Wii U soll für den japanischen Unterhaltungskonzern die Wende bringen: In den letzten neun Monaten ist Nintendo tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch das sonst lukrative Weihnachtsquartal konnte den Negativtrend nicht stoppen. Bis zum 31. Dezember 2011 erwirtschaftete das Unternehmen 556 Milliarden Yen (ca. 5,5 Milliarden Euro) - 31,2 Prozent weniger als noch im letzten Jahr. Der Nettoverlust beläuft sich auf 48,4 Milliarden Yen (rund 475 Millionen Euro). Dementsprechend korrigierte Nintendo die Umsatzprognose für das letzte Quartal des laufenden Geschäftsjahrs von 790 auf 660 Milliarden Yen nach unten. Als Ursache nennt Nintendo die Preissenkungen bei der Hosentaschenkonsole 3DS und Wii sowie die ungünstigen Wechselkurse. Zudem verkauften die Japaner weltweit nur noch 8,96 Millionen Exemplare der technisch veralteten Spielemaschine sowie 89,06 Millionen Wii-Titel. Auch der Abverkauf des Nintendo DS ging drastisch von 15,7 auf 4,64 Millionen Geräte zurück, die Zahl der verkauften DS-Spiele sank von 98,9 auf 51,2 Millionen. Einzig der 3DS nimmt an Fahrt auf: Bisher brachte Nintendo 11,43 Millionen Konsolen sowie 28,04 Millionen 3DS-Spiele an den Mann.
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