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13:07 28.09.2015
Blogger sind meist schneller als jede PR-Abteilung und haben oft erheblichen Einfluss auf Kaufentscheidungen. Quelle: Fotos: Rawpixel, Anna Frajtova/ Fotolia, Hfr
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Noch vor einiger Zeit waren Blogs für viele Menschen ein Fremdwort. Heute wissen 77 Prozent aller Webnutzer, was Blogs sind. Das ergab der Report „WWW-Benutzer Analyse W3B“. Mehr als 15 Prozent der Nutzer besuchen mindestens einmal die Woche einen Blog.

Und das nicht nur zum privaten Vergnügen. Auch beruflich kann man in den Weblogs Neuigkeiten herausziehen. Fast ein Drittel der Blogleser geben an, Blogs von Firmen zu besuchen. Da verwundert es nicht, dass immer mehr Firmen eigene Corporate Blogs, also Unternehmensblogs betreiben. In der W3B-Studie liegen die Corporate Blogs in der Beliebtheitsskala bereits auf Platz 3.

„Jedes Unternehmen, egal wie groß oder klein, kann von einem Corporate Blog profitieren“, ist Social-Media-Expertin Katharina Lewalds feste Überzeugung. Auf eine konkrete Zielsetzung und die richtige Umsetzung komme es dabei an. Unternehmen können mit guten Artikeln auf sich aufmerksam machen — und profitieren davon, dass gerade Blogbeiträge in sozialen Medien gern und häufig geteilt werden.

Außerdem stärke ein Blog die eigene Marke, so Katharina Lewald. Der Blogschreiber kann sich als Experte positionieren. „Man wird vor allem über Textbeiträge bei Google gut gefunden“, fügt die Blogexpertin hinzu. Richtig eingesetzt sei ein Blog also auch ein wichtiges Instrument zur Kundenakquise.

Wer einen Corporate Blog betreiben will, sollte sich nur darüber klar sein, dass er Zeit investieren muss und auch bereit sein muss, mit dem Kunden in den Kontakt zu treten. „Diejenigen, die nicht bereit sind einen Teil ihres Wissens kostenlos preiszugeben, werden es mit einem Blog unter Umständen schwer haben“, sagt Katharina Lewald.

Wie bei allem Geschäftlichen sollte man den Corporate Blog genau planen. Also nicht einfach munter drauflosbloggen, den einen Tag mal darüber, die andere Woche über etwas ganz anderes und nach einem Monat Pause über nochmal was anderes, sondern ein Konzept erstellen und im Voraus Themen überlegen, die interessant und relevant sind. Denn, auch darüber sollte man sich als Unternehmen oder Selbständiger bewusst sein: Schlechte Artikel ohne Mehrwert für den Leser können dem Image so schaden wie gute Artikel ihm nutzen.

Auf reine Werbebeiträge sollte man lieber verzichten. „Ein Blog ist kein weiterer Werbekanal, dessen muss man sich bewusst sein“, warnt Katharina Lewald. „Wer also mit den falschen Zielen und der falschen Erwartungshaltung an seinen Corporate Blog herangeht, sollte es lieber bleiben lassen.“ Aber genauso sollte man es vermeiden, zu fachlich und zu spezifisch zu sein. Ein Fehler, den Beraterin Katharina Lewald häufig beobachtet. „Viele ziehen damit statt Kunden aber eher Fachkollegen und Wettbewerber an.“

Ihr Tipp: Beim Endkunden kommen fast immer Anleitungen aller Art an, weil nach so etwas häufig auch etwa bei Google gesucht wird. „Aber man darf auch mal mit einem Meinungsartikel polarisieren“, findet sie. Ebenfalls beliebt bei Lesern: Linksammlungen zu einem speziellen Thema.

Nicht zuletzt sollte man regelmäßige Beiträge schreiben — denn Regelmäßigkeit ist das A und O für einen erfolgreichen Blog und auch für ein gutes Google-Ranking. Und sich nicht scheuen, in den Dialog mit den Lesern zu treten, auf ihre Kommentar antworten, ihnen Fragen stellen und auch Newsletter anbieten. Denn der Dialog, das ist immer noch das beste Instrument, um Kunden zu gewinnen und an sich zu binden.   •

Nathalie Klüver