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Bad Schwartau 14 Kinder, 31 Enkel und 25 Urenkel: Ehepaar feiert Gnadenhochzeit
Lokales Bad Schwartau 14 Kinder, 31 Enkel und 25 Urenkel: Ehepaar feiert Gnadenhochzeit
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12:15 29.10.2019
Elfriede und Herbert Farken feiern heute ihren 70. Hochzeitstag. Im Hintergrund: Ein Bild ihrer 14 Kinder. Quelle: Maike Wegner
Stockelsdorf

Vor zehn Jahren hatten Elfriede und Herbert Farken schon einmal Besuch von den LN. Damals feierten sie ihre Diamantene Hochzeit. Ein besonderer Tag für das Stockelsdorfer Ehepaar, das seit 1949 verheiratet ist. Und ein Tag, den nicht viele Ehepaare erleben. Nun, ein Jahrzehnt später, sitzen sie wieder zusammen auf dem Sofa in ihrem kleinen Häuschen, das sie in den 50er Jahren bauten, und erzählen von ihrem Leben. „Das hätten wir auch nicht gedacht, dass alles so kommt“, sagt Elfriede Farken schmunzelnd und schaut ihren Mann an. Sie wissen beide, was für ein Glück sie haben.

Gemeinsam gehen sie nun schon seit mehr als sieben Jahrzehnten durchs Leben. Seit dem Frühlingstag, an dem sie bei einer Maifeier am Steinrader Baum miteinander tanzten. Nur zwei Jahre später wurde geheiratet. Zu Fuß ging es damals in die Kirche, in der sie getraut wurden. „Das war wohl so ein guter Kilometer“, erinnert sich der 91-Jährige. Das Brautkleid lieh sich Elfriede Farken aus. Gefeiert wurde anschließend in der Schule Ravensbusch, in der Herbert Farken nach der Flucht mit seiner Familie untergebracht war. „Es gab Kaninchenbraten, weil mein Vater Kaninchen hatte“, erzählt die 88-Jährige.

„Ich hab immer dafür gesorgt, dass alle gut zu essen hatten“

Bei der Hochzeit war Elfriede Farken bereits schwanger. „Da musste ja geheiratet werden. Früher war das so“, erzählt sie und lacht Und es sollte ein reicher Kindersegen werden. Insgesamt hat das Paar 14 Kinder, 31 Enkel und 25 Urenkel. „Da ist immer mächtig Trubel. Aber vielleicht hält ja genau das auch jung“, sagt die Stockelsdorferin. Als das Ehepaar in den 50er Jahren das Haus in einer Siedlung der Gemeinde baute, waren bereits sieben Kinder auf der Welt. „Anfangs hatte wir die Wohnung oben noch vermietet“, erzählen Herbert Farken. „Da hatten wir nur drei Räume hier unten.“ Am Ende waren es fünf Kinderzimmer. Morgens wurden 20 Brötchen geholt, mittags für alle gekocht, abends bauten die Kinder aus dem Anzündholz vom Ofen Straßen und Häuser durchs Wohnzimmer. „Ich hab immer dafür gesorgt, dass alle gut zu essen hatte und dass alle ordentlich angezogen waren“, betont die Jubilarin. Abends kuschelten sich alle zusammen ins Bett und erzählten sich vom Tag. „Meine Kinder sagen bis heute, dass es Zuhause so gemütlich war“, sagt sie.

Eheversprechen zur Goldenen Hochzeit erneuert

Vor 20 Jahren haben sie ihr Eheversprechen noch einmal erneuert. „Da ging es aber nicht zu Fuß, sondern mit dem Oldtimer in die Kirche, das haben unsere Kinder organisiert“, erzählt Herbert Farken. Nur ihre Eheringe haben die lange Zeit nicht überdauert. „Meinen habe ich zweimal verloren. Beim ersten Mal hab ich noch einen neuen bekommen, aber nun ist es so“, erzählt Elfriede Farken. Und der von ihrem Mann? „Der lag immer in einer Zuckerdose. Aber die ist beim Umzug in das Haus hier irgendwie verschütt gegangen“, sagt der 91-Jährige. Und dann lachen beide, denn der Ring ist für sie nicht notwendig. Sie wissen auch so, dass sie zusammen gehören. Ihr Geheimnis: „Es gibt gute und trübe Tage. Mann darf nicht gleich aufgeben. Wir haben immer zusammen gehalten“, sagt die 88-Jährige.

Zu ihrem heutigen Ehrentag wollten die Kinder ihren Eltern etwas zurückgeben. „Wir haben ein neues Schlafzimmer bekommen. Neuer Boden, neue Tapete, mit allem drum und dran“, sagt Elfriede Farken erfreut. Doch eigentlich hat das Ehepaar nur einen Wunsch: „Gesundheit. Und dass wir noch möglichst lange zusammen bleiben können.“ Gefeiert wird der große Tag heute vorerst nur im kleinen Kreis. „Wir machen einen Empfang für unsere Nachbarn, weil wir wirklich sehr viel Glück mit der Nachbarschaft haben“, erzählt Elfriede Farken. Am Freitag geht es dann mit den Kinder und deren Partnern in die Gaststätte Pariner Berg. „Da sind wir schnell mal 30 Leute“, sagt Herbert Farken. Und blickt wieder schmunzelnd zu seiner Frau.

Von Maike Wegner

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