Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Angeklagter Finanzverwalter schweigt weiter vor Gericht
Lokales Bad Schwartau Angeklagter Finanzverwalter schweigt weiter vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:47 25.04.2019
Das Amtsgericht Lübeck in der Straße Am Burgfeld. Quelle: Sebastian Prey
Lübeck/Bad Schwartau

Zwischen Mai 2009 und Mai 2012 soll Magnus M. (Name geändert) als Finanzmakler mehrere Verträge über festverzinsliche Festgeldanlagen mit einem Kunden abgeschlossen haben. Anstatt das Geld anzulegen, soll er den Betrag von insgesamt 291 000 Euro jedoch für sich verwendet haben. Wegen gewerbsmäßigen Betrugs muss sich der 47-Jährige vor dem Schöffengericht in Lübeck verantworten. Zudem soll Magnus M. einen Einbruch in sein Haus in Bad Schwartau vorgetäuscht haben. Bei der vermeintlichen Tat wurde laut Magnus M. Bargeld in Höhe von 350 000 Euro aus einem Tresor entwendet. Bei der Polizei gab er bei einer Befragung an, so viel Geld in seinem Haus gehabt zu haben, weil er kein Vertrauen mehr in die Banken habe.

Konten waren überwiegend im Minus

Eine Aussage, die in einem etwas merkwürdigen Licht erscheint, denn Magnus M. verfügte bei mehreren Banken und Geldinstituten über unterschiedliche Konten. Ein Kriminalhauptkommissar hat im Zuge der Ermittlungen die Geldbewegungen auf den Konten analysiert. „Die Konten wurden überwiegend im Minus geführt. Aus meiner Sicht wurde das Geld zum Ausgleich und für Barauszahlungen eingesetzt“, erklärte der 55-Jährige im Zeugenstand. Er habe sich schon gewundert, dass es kein reines Geschäftskonto und regelmäßige Einnahmen gegeben habe. Zum vermeintlichen Einbruch ins Bad Schwartauer Haus des Angeklagten erklärte der Kripo-Beamte: „Wenn ich Finanzmakler wäre, würde ich nicht so fahrlässig mit Geld umgehen und eine solche Summe in den Tresor legen.“ Das hat auch eine Kripo-Kollegin erstaunt. Die mittlerweile pensionierte Oberkommissarin erklärte vor Gericht: „Bei den Ermittlungen haben wir damals aber keinen Verdacht geschöpft. Der Angeklagte berichtete offen und ehrlich, dass die Kellertür nicht verschlossen gewesen war. Bei so einer Aussage zahlt ja keine Versicherung mehr.“

Ungewöhnliches Hundegebell

Dass Unbekannte in das Haus von Magnus M. eingedrungen sein könnten und den Tresor geleert haben, dafür könnte allerdings auch die Aussage einer Nachbarin sprechen. Am vermeintlichen Tatnachmittag sei ihr das intensive Bellen des Hundes in dem Haus von Magnus M. aufgefallen. „Das war schon ungewöhnlich. Das war kein freundliches oder freudiges, sondern ein aufgeregtes Hundegebell“, erinnerte sich die 77-Jährige noch recht genau an dem Mai-Nachmittag vor knapp vier Jahren.

Der Prozess wird am 3. Mai um 9 Uhr vor dem Schöffengericht am Amtsgericht in Lübeck (Burgfeld 7) fortgesetzt.

sep

Im Kreis Ostholstein hat ein Mann aus Dissau am Ostersonntag bei einem Ausflug mit dem Rad zwei Wölfe auf einem Acker nahe des Dorfes gesichtet und gemeldet. Der Hegeringleiter hat die Tierbesitzer informiert, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

24.04.2019

Der Naturerlebnisraum Schwartautal lockt viele Besucher an. Eine Attraktion auf dem Naturpfad ist die Zusammenkunft im Grünen Klassenzimmer. Dort können Besucher nicht nur Platz nehmen. Demnächst soll dort auch ein Modell-Biotop entstehen.

24.04.2019

Zu Ostern wurde im Stockelsdorfer Herrengarten ein neuer Besucherrekord verzeichnet. Das Osterfeuer im Bad Schwartau Bürgerpark war ebenfalls ein voller Erfolg, so dass der Tanz in den Mai mit Lagerfeuer spontan dorthin verlegt wurde.

23.04.2019