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Bad Schwartau Startschuss für die neue Senioren-Beiratswahl
Lokales Bad Schwartau Startschuss für die neue Senioren-Beiratswahl
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18:54 10.07.2019
Das Haus der Senioren soll bald wieder mit neuenm Leben gefüllt werden. Quelle: Prey Sebastian
Bad Schwartau

Es ist ein erster Schritt in Richtung Neuanfang. Am 13. September soll ein neuer Seniorenbeirat für die Stadt Bad Schwartau gewählt werden. Dabei ist die letzte Wahl erst zwei Jahre her. Doch was nach der Stimmauszählung folgte, gab es bisher im Kreis wohl noch nie. Es folgten Rücktritte und Vorwürfe. Zu guter letzt wurde sogar die Kasse geplündert.

Rücktritte, Enttäuschung und eine geplünderte Kasse

Jetzt soll alles besser werden. Zumindest wenn es nach dem stellvertretenden Bürgermeister Carsten Dyck (CDU) geht. Er nennt das Geschehene ein Zusammentreffen vieler einzelner Probleme. „Da steckte wohl ein bisschen der Unglücksteufel drin“, sagt Dyck rückblickend. Das lässt sich kaum bestreiten. Denn schon kurz nach der Wahl im Juni 2017 begannen die Querelen. Der Stein des Anstoßes: Auf mindestens zwei der ausgegebenen Stimmzettel waren nicht alle Namen aller Kandidaten aufgeführt worden. Kurzerhand wurden die Stimmzettel ohne komplette Kandidatenliste bei der Auszählung für ungültig erklärt. Eine Bewerberin nahm das nicht hin und reichte Klage ein. Beiratsmitglied Peter Seedorf regte daraufhin Neuwahlen an, um einen Rechtsstreit zu vermeiden. Er stand mit seinem Vorschlag jedoch allein da und trat daraufhin zurück.

Es folgten monatelange Streitigkeiten und weitere Rücktritte. Immer wieder bemängelte der Beirat die fehlende Unterstützung der Stadt. Zudem wurde die Kasse mit rund 2000 Euro geplündert. Am Ende haben die Vorsitzenden Friedhelm Peuser und Horst Jacobsen die Reißleine gezogen. Der Beirat hat seine Arbeit Anfang Juni komplett niedergelegt. Die Stadt erstattete Anzeige. „Da gibt es noch keinen neuen Sachstand“, sagt Carsten Dyck.

Amtszeit auf drei Jahre verkürzt

Nun also wünscht sich die Stadt einen Neustart. „Ich hoffe, dass viele Bürger Lust haben, sich einzubringen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Zwei Bewerber gebe es nach seinen Informationen bereits. Weitere sollen hoffentlich folgen. Zumindest zwei Regularien sollen die Wahl erleichtern: Statt bisher elf sollen künftig nur noch neun Mitglieder die Interessen der Senioren vertreten. „So hat es der Beirat im vergangenen Jahr selbst angeregt“, betont Dyck.

Bewerbungen bis 6. September

Der Seniorenbeirat ist der Fürsprecher der älteren Bürger der Stadt. Er besteht künftig aus neun Mitgliedern und wird für drei Jahre gewählt. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Die Wahl findet am Freitag, 13. September um 15.30 Uhr in der Mensa der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule, statt.

Wer sich aufstellen lassen möchte, erhält im Rathaus bei Anja Brandes (Zimmer E 15) oder unter Telefon 04 51/20 00 24 23 weitere Informationen. Bewerbungen sind bis zum 6. September möglich.

Außerdem dauert die Amtszeit künftig nur noch drei statt bisher vier Jahre. „Es hat sich herausgestellt, dass die Bereitschaft dann deutlich größer ist, weil das Amt für viele Senioren eine sehr große Verantwortung bedeutet“, sagt Dyck. Nach Informationen des stellvertretenden Bürgermeisters sollen auch bisherige Mitglieder Interesse geäußert haben. Zumindest einer aber sagt schon jetzt ganz offen, dass er seinen Hut nicht erneut in den Ring wirft. „Ich werde nicht antreten. Wenn man den Beirat wieder mit den alten Leuten besetzt, kommen die gleichen Probleme wieder“, befürchtet der bisherige Vorsitzende Friedhelm Peuser.

Kreisseniorenbeirat bittet zum Gespräch

Mittlerweile beschäftigen die Vorfälle aus Bad Schwartau auch den Kreisseniorenbeirat. Der Vorsitzende Wilfried Lühr will das Ganze aufklären und hat ein Gespräch mit den Beteiligten vereinbart. „Es gibt noch immer keine Klarheit. Die Stadt hat sich gegenüber dem Beirat nicht fair verhalten und da sind noch viele Fragezeichen“, sagt er. Die sollen am 30. Juli im Gespräch mit Timo Michaelsen, Leiter des Amts für Bildung, Sport, Soziales und Kultur, aus dem Weg geräumt werden.

Lühr, der seit sechs Jahren auf Kreisebene tätig ist, betont allerdings schon im Vorfeld: „So etwas ist in Ostholstein in meiner Amtszeit noch nie vorgekommen.“ Zwar habe sich immer mal wieder ein Seniorenbeirat aufgelöst. „Dann aber immer aus anderen Gründen. Beispielsweise krankheitsbedingt“, sagt Lühr. Carsten Dyck betont: „Die Verwaltung hat den Seniorenbeirat immer unterstützt und das auch ernst gemeint.“

Maike Wegner

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