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Bad Schwartau Bad Schwartauer Sanitätshaus hat Waschanlage für Reha-Mittel
Lokales Bad Schwartau Bad Schwartauer Sanitätshaus hat Waschanlage für Reha-Mittel
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08:08 14.09.2019
Alfred Klindwort, Geschäftsführer vom Sanitätshaus, hat die Reinigungsanlage vor rund einem Jahr angeschafft. Quelle: Maike Wegner
Bad Schwartau

Es ist eines der größten Risiken für Menschen, die in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder zu Hause auf Pflege angewiesen sind: Die Infektion mit einem Keim. Lauern können sie überall. Wer ohnehin geschwächt ist, ist deutlich anfälliger. Im Klindwort Sanitätshaus & Orthopädietechnik hat man sich mit dieser Problematik beschäftigt und vor rund einem Jahr Abhilfe geschaffen. In einer Halle im Gewerbegebiet Langenfelde steht seither eine große Reinigungsanlage für Reha-Mittel. Damit ist das Bad Schwartauer Unternehmen Vorreiter im Kreis Ostholstein.

Patienten und Mitarbeiter geschützt

„Wir wollen einfach ein ruhiges Gewissen haben, dass wir die Hilfsmittel keimfrei abgeben“, sagt Geschäftsführer Alfred Klindwort. Vorgeschrieben ist dagegen lediglich die Handreinigung. In der Ecke vor der Waschmaschine erinnern noch ein Hochdruckreiniger und ein Gartenschlauch daran, wie noch vor einem Jahr alle Hilfsmittel gereinigt wurden. „Durch die Maschine sind auch die Mitarbeiter geschützter, weil sie nicht mehr den ganzen Tag mit den benutzten Hilfsmitteln in Kontakt kommen“, sagt Klindwort.

Platz für vier Rollstühle oder zwei Betten

Die händische Reinigung übernimmt jetzt eine Maschine. Bestückt wird sie von den Mitarbeitern. Vier Rollstühle oder zwei Pflegebetten finden darin Platz. Im ersten Raum der großen Halle lagern die benutzten Hilfsmittel. Rollstühle, Betten, Toilettenstühle, Rollatoren oder Badewannensitze stehen dort in Reih und Glied. Sie alle warten auf einen freien Platz in der Reinigungsanlage.

Ein Mitarbeiter bestückt das Gerät und rollt die Hilfsmittel über eine Rampe in den kleinen Waschraum. Ähnlich wie in einem Geschirrspüler wird dann über einen kleinen Monitor das Programm ausgewählt und das Wasser heizt auf. Händisch kann eingestellt werden, wie stark die Verschmutzungen sind. Dann dauert der Waschvorgang zwischen drei und 15 Minuten. Mit drei Bar Wasserdruck werden die Geräte desinfiziert und gereinigt. Zwischen 40 und 80 Litern Wasser werden so pro Vorgang verbraucht.

Aus drei Behältern holt sich die Anlage Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Quelle: Maike Wegner

„Wenn die Maschine fertig ist, geht das Rolltor auf der anderen Seite auf, damit man die Geräte im ,reinen’ Bereich wieder rausholt“, erklärt Alfred Klindwort. Der Geschäftsführer hat extra die „große“ Variante der Anlage mit zwei Rolltoren gekauft, damit alles in einer Art Zirkel verläuft. Von der hinteren Rampe aus kommen die Hilfsmittel in einen Trockenraum, bevor sie anschließend in der Werkstatt noch einmal auf Herz und Nieren geprüft werden. Erst dann werden sie an den nächsten Empfänger ausgeliefert.

Mehr als 2000 Rollstühle im Bestand

35 000 Euro hat die Anschaffung der Maschine gekostet. „Zum ersten Mal habe ich mich auf einer Messe darüber informiert“, erzählt Klindwort. „Im Anschluss haben wir einen Apotheker in Mecklenburg-Vorpommern besucht, der eine solche Anlage bereits hatte.“ Ein Jahr später ist Alfred Klindwort derjenige, der anderen neugierigen Unternehmern seine Maschine erklärt.

Diese Hilfsmittel sind zurück gekommen und müssen nun gereinigt werden. Quelle: Maike Wegner

„Natürlich lohnt es sich erst, wenn man eine gewisse Anzahl an Hilfsmitteln hat“, sagt Klindwort. Das Sanitätshaus selbst hält mehr als 2000 Rollstühle, rund 800 Pflegebetten, dazu unzählige Rollatoren und weitere Hilfsmittel bereit. Sie werden den Patienten ausgeliehen und verbleiben stets im Eigentum des Sanitätshauses.

Von Maike Wegner

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